Ein kritischer Blick auf die Prozesse zwischen Aus- und Anlieferung sensibler Anlagen
Reinraumkontext
Zusammenfassung
Vor Prozessvalidierung und Produktionsstart ist das reinraumgerechte Einbringen größerer Anlagen, Anlagenteile, Produktionsmaterialien, Komponenten für Umbau oder Wartung und weiteren Komponenten eine kritische Störung im eingespielten, zertifizierten Routinebetrieb. Eingeschleppte Kontaminationen jeglicher Art können erhebliche Verzögerungen, verbunden mit entsprechenden Zusatzkosten, zur Folge haben. Ein wesentlicher Baustein der Kontaminationskontrollstrategie sollte daher eine reinheitsgerecht geplante und umgesetzte Logistik sein. Entsprechende Reinheitsanforderungen – u. a. die Oberflächenreinheit des Equipments – werden vorab definiert, geprüft und dokumentiert, jedoch bleibt die Frage, ob der freigegebene Reinheitsstatus während des Transports zum Einsatzort gehalten werden kann, oder ob nach Anlieferung erneut aufwendig gereinigt werden muss.
Der Beitrag stellt den klassischen Standardprozess von Verpackung und Transport sowie einen reinheitserhaltenden Logistikansatz gegenüber. Der aus der Raumfahrt abgeleitete Prozess liefert neue Denkanstöße. Risiken werden benannt und im Gesamtkontext beleuchtet.
Korrespondenz:
Alina Kopp
Dastex Group GmbH, Draisstr. 23; 76461 Muggensturm
a.kopp@dastex.com
![]() | M. Sc. Alina Kopp studierte an der HS AlbSig Reinigung und Hygiene sowie pharmazeutische Fabrik- und Prozessplanung. Seit 2009 spezialisiert sie sich auf Reinraumtechnik und die Sicherstellung der individuellen Anforderungen verschiedener Reinraumanwendungsgebiete. Als Head of R&D der Dastex Group setzt sie ihre Expertise in Kontaminationskontrolle, Reinraumbekleidung und Verbrauchsgegenstände, Messmethoden und Prüfstandsentwicklung sowie reinheitsgerechte |