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Medizin- und Pharmaprodukte sicher und ressourcenschonend reinigen
Reinigung & Desinfektion
Zusammenfassung
Die notwendige Oberflächenreinheit von Medizin- und Pharmaprodukten wird während deren Herstellung üblicherweise mit flüssigkeitsbasierten Reinigungsprozessen erzeugt. Verbunden damit sind ein enormer Energie- und Wasserverbrauch sowie hohe Kosten. Um den Ressourceneinsatz signifikant zu senken, wurde im Rahmen eines von Invest BW geförderten Verbundprojekts mit Industriepartnern sowie den Forschungsinstituten Fraunhofer IPA und NMI der Universität Tübingen die Materialverträglichkeit der trockenen quattroClean-Schneestrahl-Reinigungstechnologie untersucht. Dies erfolgte auf diversen Materialoberflächen, die bei der Herstellung medizintechnischer Produkte, z. B. Endoskopen und Implantaten, sowie in der Pharmaproduktion, z. B. Verpackungen wie Vials, eingesetzt werden. Ein Ziel des Projektes war es, die prinzipielle Eignung der CO2-Schneestrahl-Technologie für diese Materialien hinsichtlich der Aspekte Oberflächenveränderung und Zytotoxizität nachzuweisen und damit eine Basisvalidierung des Verfahrens durchzuführen, welche die Zulassung nach FDA- und GMP-Regularien vereinfacht. Die Ergebnisse belegen, dass das nachhaltige Reinigungsverfahren für ein breites Einsatzspektrum in Life-Science-Branchen geeignet ist. So auch für die Außenreinigung von Pharma-Packmitteln in Fill- und Finish-Anlagen eines entsprechenden Herstellers.
Korrespondenz:
Dr.-Ing. Günther Schmauz
acp systems AG, 71254 Ditzingen,
Berblingerstraße 8
info@acp-systems.de
![]() | Dr.-Ing. Günther Schmauz arbeitete nach seinem Umwelttechnikstudium ab 2002 am Fraunhofer IPA als wissenschaftlicher Mitarbeiter rund um das Aufgabengebiet Technische Sauberkeit. 2010 wechselte er zur Festo AG & Co. KG als Abteilungsleiter für einen Teil des strategischen Produktmanagements. Seit 2018 ist er einer der 3 Vorstände der acp systems AG mit Sitz in Zimmern ob Rottweil und Ditzingen. Dort ist er verantwortlich für die |