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Erfahrungen und Auswirkungen auf die Therapietreue
Gesundheitswirtschaft
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht das Potenzial elektronischer Packungsbeilagen (ePILs) als digitale Alternative zu papierbasierten Formaten sowie deren Einfluss auf die Therapietreue von Patienten. Auf Basis einer narrativen Literaturübersicht, einer Patientenbefragung (n = 119) und Experteninterviews (n = 6) wurden internationale Umsetzungsstrategien sowie Wahrnehmungen in Deutschland analysiert. Während Länder wie Japan oder Brasilien verpflichtende Modelle für ePILs etabliert haben, befinden sich die meisten europäischen Staaten noch in Pilotphasen. Jüngere Patienten zeigten eine hohe Akzeptanz gegenüber ePILs, während ältere Bevölkerungsgruppen überwiegend gedruckte Beilagen bevorzugten. Besonders geschätzt wurden die bessere Zugänglichkeit, mehrsprachige Optionen und eine klarere Strukturierung. Gleichzeitig berichteten Patienten über Hürden wie technische Schwierigkeiten und eingeschränkte digitale Kompetenzen. Experten hoben sowohl Chancen für ein besseres Verständnis als auch Risiken einer Überforderung vulnerabler Gruppen hervor. Insgesamt besitzen ePILs das Potenzial, die Therapietreue zu fördern und Gesundheitskosten zu senken. Voraussetzung hierfür sind jedoch ein klarer rechtlicher Rahmen, inklusive Hybridmodelle sowie eine patientenzentrierte Gestaltung, um einen fairen Zugang für alle zu gewährleisten.
Korrespondenz:
Prof. Uwe May
Hochschule Fresenius, Moritzstr. 17a, 65185 Wiesbaden
may@may-bauer.de
Zusammenfassung
Diese Studie untersucht das Potenzial elektronischer Packungsbeilagen (ePILs) als digitale Alternative zu papierbasierten Formaten sowie deren Einfluss auf die Therapietreue von Patienten. Auf Basis einer narrativen Literaturübersicht, einer Patientenbefragung (n = 119) und Experteninterviews (n = 6) wurden internationale Umsetzungsstrategien sowie Wahrnehmungen in Deutschland analysiert. Während Länder wie Japan oder Brasilien verpflichtende Modelle für