Exkurs
Zusammenfassung
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ist es inzwischen möglich geworden, wissenschaftliche Publikationen massenweise zu fälschen. Das verursacht erhebliche Probleme im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess, weil Manipulationen echten Fortschritt behindern. Zudem ist die Erstellung solcher Fälschungen in sog. „Paper Mills“ zu einem florierenden Geschäftsmodell geworden. Der „Publish-or-perish“-Wahn und die Fixierung auf angebliche Qualitätskennzahlen statt auf den echten Erkenntnisgehalt einer Publikation öffnen der Profitgier Tür und Tor. Dazu kommen noch strukturelle Überforderung und Mangel an Anreizen, wirksam gegen Fehlverhalten vorzugehen. Damit steht nicht nur die Wissenschaft vor einer großen Vertrauenskrise, sondern auch das Vertrauen in die Wahrheit selbst.
Korrespondenz:
Dr. rer. nat. Günther Stoll
Wiesenstr. 98, 70794 Filderstadt
sguentherstoll@aol.com
![]() | Dipl.-Biol. Dr. rer. nat. Günther Stoll geboren 1958 in Buenos Aires (Argentinien). Studium der Biologie an der Universität Hohenheim in Stuttgart, Promotion in Tübingen über Enzymmodelle. Zunächst tätig als Lektor und Wissenschaftsjournalist. Von 1997 bis 2023 Leiter der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung und der klinischen Forschung eines mittelständischen Pharmaunternehmens in Fellbach, außerdem Stufenplanbeauftragter/QPPV. Heute Fachreferent, Wissenschaftsjournalist und Buchautor. |
Zusammenfassung
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ist es