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Alle Beiträge der Ausgabe 3 / 2026 der Zeitschrift cleanroom & processes

In trockenen Tüchern?

Rubrik: Editorial

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 101 (2026))


Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie wie ich die Neuigkeiten aus dem Reinraumbereich verfolgen, sind Ihnen vermutlich in der letzten Zeit auch immer häufiger Nachrichten zu Trockenräumen über den Bildschirm geflimmert. Diese speziellen Reinräume für die Batteriefertigung zeichnen sich durch eine extrem niedrige Luftfeuchte aus – und das ist keine Übertreibung. In einigen Trockenräumen befindet sich so wenig Feuchtigkeit in der Luft, dass man den Raum auf -40 °C abkühlen müsste, damit die Luftfeuchte kondensiert. Dieser Taupunkt genannte Wert entspricht einer relativen Luftfeuchte von gerade einmal 0,0015 % bei Raumtemperatur. So wundert es also wenig, dass sich der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) ...

Fast-Track im Pharmabau

Rubrik: Planung

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 104 (2026))

Friederichs-Schmidt T


Fast-Track Pharmabau Reinraum Projektabwicklung Projektbeschleunigung Im Pharma- und Biotech-Sektor entscheidet Geschwindigkeit über Marktanteile. Wie teuer Verzögerungen werden können, hat das Tufts Center for the Study of Drug Development (Tufts CSDD) 2024 beziffert: Das unabhängige Forschungszentrum der Tufts University in Boston analysiert seit fast 5 Jahrzehnten die Ökonomie der Arzneimittelentwicklung und wertete 645 Präparate auf dem US-Markt aus. Das Ergebnis: Jeder verzögerte Tag kostet ein Pharmaunternehmen im Schnitt rund 800 000 US-Dollar an entgangenen Arzneimittelumsätzen. Darüber hinaus schränkt der in der Laufzeit begrenzte Patentschutz den Zeitraum ein, in welchem Pharmaunternehmen auf dem Markt mit Neuprodukten Gewinne erzielen können. Bei Krebsmedikamenten liegt dieser Wert bei 840 000 US-Dollar, ...

Simulation statt Nachrüsten

Rubrik: Planung

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 110 (2026))

Merkle S


Simulationsberechnung Computational Fluid Dynamics Luftströmung Nachweis Normen Reinräume gehören zu den kostenintensivsten technischen Infrastrukturen in Industrie und Forschung. Die Investitionskosten werden maßgeblich von Reinheitsklasse, Raumgröße und technischer Ausstattung bestimmt und können je nach Anwendung mehrere tausend Euro pro Quadratmeter erreichen [ 1 ]. Hinzu kommen erhebliche Betriebskosten, die v. a. durch die Luftaufbereitung, Filtration, Klimatisierung und die hohen Luftwechselraten verursacht werden. Reinräume zählen daher zu den energieintensivsten Gebäudetypen [ 1 , 2 ]. Gleichzeitig steigen die Anforderungen kontinuierlich: In der Pharma- und Medizintechnik, der Halbleiterindustrie oder auch in der Luft- und Raumfahrt müssen immer strengere Grenzwerte für Partikelkonzentrationen eingehalten werden. Prozesse werden empfindlicher, ...

VDA 19.1:2026 – Mehr als eine Revision

Rubrik: Reinigung & Desinfektion

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 120 (2026))

Haberzettl S


Technische Sauberkeit VDA 19.1 Partikelanalyse Methodenverifizierung Materialklassifikation Mit der Veröffentlichung der 3. überarbeiteten Auflage der VDA 19.1 „Prüfung der Technischen Sauberkeit – Partikelverunreinigung funktionsrelevanter Automobilteile“ im Febr. 2026 [ 1 ] wurde eines der wichtigsten Regelwerke für die Sauberkeitsprüfung in der Automobilindustrie umfassend weiterentwickelt. Die neue Ausgabe ( Abb. 1 ) erscheint in einer Zeit, in der die Anforderungen an die Technische Sauberkeit stärker steigen als jemals zuvor. Elektromobilität, Leistungselektronik, Batteriesysteme, automatisierte Fahrfunktionen und immer kompaktere Baugruppen führen dazu, dass bereits kleinste Verunreinigungen erhebliche Auswirkungen auf Funktion, Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Komponenten haben können. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Revision deutlich ...

Evaluation of cleanroom mop systems

Rubrik: Reinigung & Desinfektion

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 128 (2026))

Lettinga A


Contamination Control Cleanroom cleaning Liquid absorption / release Mop cleaning performance Wet contact time The objective of this study was to evaluate and compare multiple cleanroom mop systems under controlled ISO class 8 cleanroom conditions [ 1 ]. The primary purpose was to generate objective, data-driven insight of operational use with a commonly used liquid on an actual cleanroom floor type. In more depth, this study aimed to emphasize the critical relationship between cleaning and disinfection within cleanroom contamination control strategies (CCS) [ 2 ]. Current regulatory and industry guidance, including the revised ISO 14644-5 operation standard [ 3 ] and the EU GMP ...

Trockenraum und Mensch

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 134 (2026))

Großmann A | Mörgenthaler A


Reinraum Trockenraum Wechselwirkung Batterieproduktion Taupunkt Mit dem zunehmenden Ausbau der Batteriezellenproduktion für die Elektromobilität steigen die Anforderungen an die Prozessumgebung: Hohe Partikelreinheit und extrem niedrige Luftfeuchte müssen dabei gleichzeitig eingehalten werden. Zentrale Prozessschritte werden daher in Rein- und Trockenräumen durchgeführt, um sowohl Kurzschlüsse durch Partikel als auch feuchtebedingte Schädigungen innerhalb der Batteriezelle zu vermeiden. Während Reinräume die Konzentration luftgetragener Partikel kontrollieren, sorgen Trockenraumsysteme durch Entfeuchtungstechnologien für eine stark reduzierte Luftfeuchte. Die Bereitstellung dieser extrem trockenen Prozessatmosphäre ist energieintensiv und kann bis zu 50 % des Gesamtenergieeinsatzes der Batteriezellenproduktion ausmachen. Trockenraumsysteme reagieren dabei hochsensitiv auf Feuchteeinträge: Bereits kleinste Mengen können zu messbaren ...

Reine Logistik vs. reinheitserhaltende Logistik

Rubrik: Reinraumkontext

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 142 (2026))

Kopp A | Müller A | Moschner C


Reinraumlogistik Kontaminationskontrolle Transportprozess Verpackung Monitoring Exemplarisch für unterschiedlich prädestinierte Industriezweige sind zusätzlich zu der ISO-Richtlinien-Gruppe ISO 14644 unterschiedliche Normen und Vorgaben zu Reinheitsstandards heranzuziehen: Raumfahrt (ECSS), Pharmazeutische Fertigung (GMP-Leitfaden), Medizintechnik (MDR), Halbleiter (SEMI), Automotive (VDA-19), Batteriezellenproduktion (VDI 5200) usw. Das hier beschriebene Problem ist ihnen aber allen gemeinsam. Das reinraumgerechte und somit kontaminationsarme Einbringen von Produktionsequipment oder anderer größerer Gegenstände in einen Reinraum zählt aus Betreibersicht zu den wichtigsten Arbeitsabschnitten, bevor die Prozessvalidierung und im Anschluss die eigentliche Fertigung gestartet werden kann. Anlagen, welche für den Einsatz in einem Reinraum bestimmt sind, werden bereits unter kontrollierten Bedingungen gefertigt oder zumindest vor der ...

Wasser als unterschätzter Feind der Produktion

Rubrik: Regularien

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 150 (2026))

Wollstein T


Trockenraum Feuchte Zukunftstechnologien Arbeits- und Brandschutz Wasser als Kontaminante „Trocken“ ist nicht gleich „trocken“. Das Maß der Dinge in der Gebäudetechnik ist üblicherweise die relative Feuchte. Als Unwissender outet man sich oft in Fachkreisen, wenn man hier von „Feuchtigkeit“ spricht. Die ist nämlich das, was sich z. B. auf einer kalten Fensterscheibe niederschlägt, wenn man diese anhaucht. Feuchte hingegen ist der Wasserdampfgehalt, also der Gehalt nicht an flüssigem, sondern gasförmigem Wasser in der Luft. Doch zurück zu „trocken“ vs. „trocken“. Als Trockenraum oder Trockenreinraum werden in der seit Jan. 2026 vorliegenden VDI-Expertenempfehlung [ 1 ] Räume mit einer Taupunkttemperatur von höchstens 0 °C ...

Kontaminationsquellen auf der Spur

Rubrik: Forschung

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 156 (2026))

Ludwig T


Gerade wenn es um die Herstellung von Pharmazeutika geht, spielen sie eine besonders große Rolle: mikrobiologische Kontaminationen. Oft beschränkt sich die Detektion dieser unerwünschten „Gäste“ jedoch auf die Frage, ob Mikroorganismen vorhanden sind oder nicht. Die Forschungsgruppe um Minghui Song zeigt nun, wie die Sequenzierung kompletter Genome wichtige Hinweise zu Ursprung und Übertragungsquellen mikrobieller Kontaminationen liefern kann – und damit mögliche Wege zu deren Verhinderung. Dass Kontaminationen durch Mikroorganismen im Pharma-Bereich ein großes Problem darstellen, bedarf vermutlich keiner weiteren Erklärung. Dies gilt natürlich insbesondere dort, wo Medikamente zur Injektion aseptisch hergestellt werden müssen und mikrobielle Verunreinigungen potenziell lebensbedrohliche Infektionen ...

PFENNIG Reinigungstechnik wird Teil von Schülke

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 158 (2026))


PFENNIG Reinigungstechnik ist Mitte Juli 2026 ein Tochterunternehmen der Lifesciences-Sparte von Schülke & Mayr geworden. Die 1974 gegründete PFENNIG Reinigungstechnik hat sich kontinuierlich zum Spezialisten für manuelle Reinigungssysteme in hochsensiblen Bereichen entwickelt. Zum Kundenportfolio gehören Facility-Management-Unternehmen, Universitätskliniken und Krankenhaus-Betreibergruppen sowie Betreiber von Reinräumen in Pharmaindustrie, Lifesciences und Halbleiterfertigung. Mit den Standorten in Durach, Weidach, Sebnitz (Sachsen) und Wangen an der Aare (Schweiz) ist ein in über 30 Ländern tätiges Unternehmen in einem hoch spezialisierten und regulierten Segment entstanden. Bereits seit 1998 besteht eine Zusammenarbeit mit der Schülke & Mayr, Norderstedt, einem seit mehr als 135 Jahren global tätigen Anbieter im Bereich der Infektionsprävention und -kontrolle. Die Standorte ...

Bernhard Moormann in Leitung von Pöppelmann berufen

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 158 (2026))


Pöppelmann hat Bernhard Moormann zum zusätzlichen Geschäftsführer ernannt. Seit dem 1. Juli 2026 führt er mit den bisherigen Geschäftsführern Norbert Nobbe und Christian Schwarck die Unternehmensgruppe. Moormann bringt umfassende internationale Erfahrung mit und plant, die Innovationskraft und Nachhaltigkeit von Pöppelmann weiter auszubauen. Er legt besonderen Wert auf die Integration von Digitalisierung und neuen Technologien, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Moormann sieht die Erweiterung der internationalen Präsenz als zentrale Aufgabe. Durch gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die Stärkung bestehender Partnerschaften soll Pöppelmann neue Märkte erschließen. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Produkten, die ...

Friedrich Sailer feiert 100-jähriges Bestehen

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 158 (2026))


Die Friedrich Sailer GmbH feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. Gegründet 1926 in Neu-Ulm, wandelte sich das Unternehmen vom metallverarbeitenden Betrieb zum Spezialisten für hygieneoptimierte Lösungen in der Pharma- und Hightech-Branche. In den 1960er Jahren wurde Edelstahl zum Markenzeichen. Ein Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer IPA stärkte Sailers Position in der Pharmabranche erheblich. Heute entwickelt Sailer maßgeschneiderte Reinraummöbel und Schleusenlösungen, die höchste Reinheit und Präzision gewährleisten. Geleitet wird das Unternehmen in dritter Generation von Christoph und Katrin Mützel. Mit dem Eintritt von Felix Mützel und einem geplanten Neubau ist Sailer nach eigenen Angaben gut für die Zukunft gerüstet. Zahlreiche renommierte Kunden wie Boehringer ...

Abfüllmaschinen

Rubrik: Produkte

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 159 (2026))


Syntegon präsentiert die aseptische Abfüllmaschine SynTiso. Die meisten neuen Biologika werden als Injektionspräparate bereitgestellt. Strengere Vorschriften zielen darauf ab, Kontaminationsrisiken bei Injektionspräparaten zu eliminieren. Mit der Abfüllmaschine werden diese Herausforderungen gelöst: Gemeinsam mit 2 Big-Pharma-Unternehmen entwickelt, beseitigt SynTiso durch handschuhlose Isolatortechnologie sowie einen vollständig robotisierten Betrieb inkl. kontaktlosem Transportsystem die Notwendigkeit menschlicher Eingriffe. Die Vorteile: Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auf hohem Niveau, laut Herstellerangaben bis zu 50 % schnellere Rüstzeiten und höhere Ausbringung pro Charge. www.syntegon.com

Regelabsperrklappen

Rubrik: Produkte

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 159 (2026))


Warex Valve hat die Absperr- und Regelklappe Typ CST DN100 entwickelt. Diese wurde gezielt für den Einsatz in der Prozessluftführung innerhalb pharmazeutischer Anlagen konzipiert und vereint hygienisches Design mit präziser Regeltechnik und maximaler Betriebssicherheit. Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal der neuen Armatur ist das vollständig aus Edelstahl gefertigte Gehäuse aus Werkstoff 1.4404. Während Absperrklappen im Standard häufig aus Gussmaterialien bestehen, wurde hier auf Kundenwusch ein hochkorrosionsbeständiges Edelstahlgehäuse eingesetzt. Die Konstruktion der Armatur folgt konsequent hygienischen Designprinzipien. Polierte Edelstahloberflächen sowie eine strömungsgünstige und totraumarme Ausführung minimieren Anhaftungen und erleichtern Reinigungsprozesse. www.warex-valve.com

Hygienic-Design-Komponenten

Rubrik: Produkte

(Treffer aus cleanroom & processes, Nr. 3, Seite 159 (2026))


Das Unternehmen KIPP hat neue Hygienic-DESIGN-Komponenten vorgestellt, die speziell für den Einsatz in regulierten Produktionsumgebungen wie der Lebensmittel- und Pharmaindustrie entwickelt wurden. Nach Angaben des Unternehmens entsprechen die Bauteile den Anforderungen der DIN EN ISO 14159 und den GMP-Richtlinien. Zu den Produkten gehören unter anderem der Hygienic-Design-Griff sowie der Hygienic-Design-Druckknopf. Diese Komponenten sollen sich durch eine einfache Reinigung und eine reduzierte Schmutzansammlung auszeichnen, was sie für hygienekritische Anwendungen geeignet macht. Die Fertigung erfolgt gemäß den hohen Standards der GMP-Vorgaben und unterstützt die Einhaltung strenger Hygienevorschriften. www.kippwerk.de