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Alle Beiträge der Ausgabe 1 / 2026 der Zeitschrift pharmind

2026 – wenn Stillstand keine Option ist

Rubrik: Statements

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 3 (2026))

Steutel H


Die forschende Pharmaindustrie steht vor globalen Spannungen, zunehmender Regulierung und einem immer schärferen Wettbewerb um Forschung und Produktion. Deutschland muss sich jetzt als verlässlicher und innovationsfreundlicher Standort positionieren. Der Pharmadialog zwischen Bundesregierung und Industrie ist dabei das zentrale Forum, um Prioritäten zu klären und Blockaden zu lösen. So lassen sich gemeinsame Lösungen für Versorgung, Forschung und Wertschöpfung entwickeln. Weltweite wirtschaftliche Spannungen prägen die Bedingungen für die Arzneimittelproduktion und -versorgung: Protektionistische Tendenzen, wachsende Handelsbarrieren und verschärfter Standortwettbewerb belasten die Lieferketten. Für Europa bedeutet das: Es muss seine pharmazeutische Souveränität stärken und sich als verlässlicher Partner in einer fragmentierten Welt behaupten. Der ...

Die Vielfalt als Stärke

Rubrik: Statements

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 4 (2026))

Brakmann D


Für das Jahr 2025 gab es einen Plan: Wir hatten einen gesundheitspolitischen Endspurt der Ampelregierung erwartet – aber stattdessen ab Sommer einen schüchternen Neustart der neuen Regierung bekommen. Die hatte das massive und strukturelle Finanzierungsproblem der Krankenkassen geerbt und sich die Vollendung der Apothekenreform als erstes eigenes Gesetzgebungsverfahren ausgewählt. Bei Pharma Deutschland traf diese unvorhersehbare Situation auf einen klaren Aktionsrahmen. Ausgehend von den 3 großen Themenblöcken „Versorgung & Preise“, „Standort“ und „Innovation & Forschung“ und in Kombination mit den 3 politischen Handlungsebenen „EU“, „Bund“ und „Region“ war das Arbeitsfeld gut abgesteckt. Viele unserer Themen konnten wir in diesem Rahmen erfolgreich adressieren und ...

2026 als Schlüsseljahr

Rubrik: Statements

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 6 (2026))

Joachimsen K


2026 wird ein Schlüsseljahr für das deutsche Gesundheitswesen. Selten war die gesundheitspolitische Agenda so umfassend, selten die Erwartungshaltung so groß – und selten die Risiken globaler Verschiebungen so spürbar wie heute. 2025 war ein dynamisches Jahr: Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ließ bereits viel Gutes verheißen: Noch nie war die pharmazeutische Industrie so umfassend, so positiv und so zukunftsorientiert in einem Koalitionsvertrag verankert. Dass unsere pharmazeutische Industrie heute als „ Leitwirtschaft “ anerkannt wird – ist Ausdruck eines politischen Bewusstseins, das wir als BPI über Jahre hinweg mit Fakten, Dialog und intensiver Aufklärungsarbeit geprägt haben. Erstmals wurde uns als Branche ...

Europa im Nebel

Rubrik: Statements

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 8 (2026))

Herzog A


Jahresausblicke sind üblicherweise wie ein Wetterbericht: Sie sollen Orientierung geben. Doch diesmal ist alles anders. Vor uns liegt dichter Nebel. Die Ursache: eine politische Großwetterlage, die sich täglich neu formt. Was gestern von höchsten politischen Vertretern verkündet wurde, klingt heute schon anders und ist morgen schon wieder Schnee von gestern. Prognosen werden zum Ratespiel. Die pharmazeutische Industrie bewegt sich, wie viele andere Branchen auf Sicht durch eine Nebelwand aus geopolitischen Spannungen, Handelskonflikten, gestörten Lieferketten, steigenden Energiekosten, hartnäckiger Inflation und einer regulatorischen Kaltfront. Europa war einmal wer: Von hier kamen vor 25 Jahren die Hälfte aller neuen Medikamente. Heute sind es nur ...

Life-Sciences-Standort im Herzen Europas

Rubrik: Statements

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 10 (2026))

Buholzer R


Die Schweiz gilt seit Jahrzehnten als eine der weltweit führenden Life-Sciences-Nationen. Forschung, Entwicklung und Produktion pharmazeutischer Innovationen sind hier nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern Fundament des Wohlstands. Doch dieses Erfolgsmodell steht zunehmend unter Druck. Politischer Kostendämpfungsdrang, regulatorische Hürden und geopolitische Spannungen gefährden den Produktions- und Forschungsstandort sowie die Versorgungssicherheit. Das Schweizer Gesundheitssystem basiert auf einer obligatorischen Krankenversicherung, die über individuelle Prämien finanziert wird. Das führt zu einer besonderen Dynamik: Steigende Gesundheitsausgaben schlagen direkt auf die Haushalte der Bevölkerung durch. Entsprechend groß ist der politische Druck, Kosten zu begrenzen. In diesem Umfeld muss sich die Pharmaindustrie nicht nur wirtschaftlich behaupten, sondern auch ...

Gain-of-Function-Forschung

Rubrik: Exkurs

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 12 (2026))

Stoll G


Gentechnologie SARS-CoV-2 Biosicherheit Biowaffen Pandemie Man hätte gewarnt sein können. Im Jahr 2015 veröffentlichte Ralph Baric von der University of North Carolina mit seinem Team eine Publikation, in der sie zeigen konnten, dass ein Sars-CoV-2-ähnliches Virus, das zu der Zeit in chinesischen Fledermaus-Populationen häufig auftrat, nach dem gentechnischen Zusatz der Information für ein Spikeprotein eines anderen Fledermaus-Coronavirus in die Lage versetzt wurde, sowohl Labormäuse wie auch menschliche Zellen zu befallen. Weder Antikörper noch ein damals zur Verfügung stehender Totimpfstoff waren in der Lage, diesen Befall zu unterbinden. „ Unsere Ergebnisse deuten auf ein potenzielles Risiko hin, dass es in Viren, ...

Umbruch und Aufbruch

Rubrik: Gastkommentar

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 15 (2026))

Hammer A | Karl A


Studienstandort Deutschland Medizinforschungsgesetz KI Klinische Forschung Forschungsdatennutzung Moderiert von Katrin Schmiedl und Robert Krausche, startete nach der Einführung die erste Vortragsreihe des Tages zum Thema Regulatorik. Prof. Dr. Jens Peters, Geschäftsfeldleiter Klinische Forschung beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), eröffnete mit einem umfassenden Überblick zu regulatorischen Entwicklungen in der EU. Zentrales Thema war das Ende der 3-jährigen Übergangsphase der Clinical Trials Regulation (CTR): Seit Einführung der Pflicht zur Nutzung des Clinical Trials Information System (CTIS) wurden durchschnittlich 200 neue Studien pro Monat eingereicht, davon rund 80 multinationale Prüfungen. Nicht umgestellte Studien gelten seit 31. Jan. 2025 als nicht konform. Prof. Dr. Peters stellte ...

PDCO – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 20 (2026))

Throm S


Kinderarzneimittel PIP Freistellung Compliance Check Pädiatrische Entwicklung Bei seiner Sitzung vom 14.–17. Okt. 2025 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam begrüßte der Ausschuss für Kinderarzneimittel (PDCO) Brian Aylward als neues Mitglied für Irland und verabschiedete folgende Voten: 15 positive Voten zu pädiatrischen Prüfkonzepten (PIP) für folgende in Entwicklung befindliche Medikamente: Crofelemer zur Behandlung der Mikrovillus-Einschlusserkrankung bei Kindern ab Geburt; Napo Therapeutics Normale allogene humane Myoblasten, die ex vivo mit autologen, vom Patienten mit Duchenne-Muskeldystrophie gewonnenen Myoblasten fusioniert wurden, zur Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie bei Kindern ab 6 Monaten; Dystrogen Therapeutics Empagliflozin/Vicadrostat zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung bei Kindern ab 2 Jahren; ...

PRAC – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 20 (2026))

Thurisch B | Sickmüller B


Humanarzneimittel Referral-Verfahren Arzneimittelsicherheit Pharmakovigilanz Arzneimittelrisiken Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) ist in erster Linie für die Beurteilung aller Aspekte des Risikomanagements von Humanarzneimitteln zuständig. Dies umfasst die Ermittlung, Bewertung, Minimierung und Kommunikation der Risiken von Nebenwirkungen, unter gebührender Berücksichtigung des therapeutischen Nutzens des Humanarzneimittels, der Gestaltung und Bewertung der Unbedenklichkeitsstudien nach der Genehmigung sowie Pharmakovigilanz-Audits. Der PRAC gibt somit – abhängig vom jeweiligen Verfahren – Empfehlungen an den Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP), die Koordinierungsgruppe (Coordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures – human, CMDh), ...

G-BA und IQWiG – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 20 (2026))

Wilken M | Lietz C


G-BA IQWiG Arzneimittelbewertung Zusatznutzen Stellungnahmeverfahren Beschlüsse des G-BA vom 16. Okt. 2025 zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) in Anlage XII (Verfahren nach § 35a SGB V): Nivolumab (neues Anwendungsgebiet: nicht kleinzelliges Lungenkarzinom, PD-L1-Expression ≥ 1 %, neoadjuvante und adjuvante Therapie, Monotherapie oder Kombination mit platinbasierter Chemotherapie) Für den Wirkstoff Nivolumab (Opdivo®) hat das Bewertungsverfahren für ein neues Anwendungsgebiet am 15. Juni 2025 begonnen. Als zweckmäßige Vergleichstherapie (zVT) wurde vom G-BA für die neoadjuvante Behandlung Pembrolizumab in Kombination mit einer platinbasierten Therapie und für die adjuvante Behandlung Pembrolizumab festgelegt. Dieser Festlegung ist der pharmazeutische Unternehmer (pU) gefolgt. Durch die vom IQWiG durchgeführte Überprüfung der Vollständigkeit des Studienpools wurde ...

COMP – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 20 (2026))

Throm S


Humanarzneimittel Orphan Drugs Seltene Krankheiten Zuerkennungsverfahren Orphan-Zulassungen Der Ausschuss für Arzneimittel gegen seltene Krankheiten (Committee for Orphan Medicinal Products, COMP) verabschiedete bei seiner Sitzung vom 7.–8. Okt. 2025 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam folgende Voten: 13 Empfehlungen für die Zuerkennung des Orphan-Status für die folgenden in Entwicklung befindlichen Medikamente: N-(6-Amino-5-ethylpyridin-3-yl)-2-((2R,5S)-5-methyl-2-(2-(1-methylpiperidin-4-yl)benzo[d]thiazol-5-yl)piperidin-1-yl)-2-oxoacetamid zur Behandlung von Pankreaskarzinomen; 98 780 Betroffene; PPD Bulgaria Leuconostic citreum Stamm G511 zur Behandlung der primären sklerosierenden Cholangitis; 89 800 Betroffene; Harvest Integrated Research Organization Nangibotid zur Behandlung der Sichelzellerkrankung; 71 840 Betroffene; Inotrem 2-(3-Chlorphenyl)-N-[6-(trifluormethyl)-1,3-benzothiazol-2-yl]acetamid zur Behandlung der amyotrophen Lateralsklerose; 44 900 Betroffene; Molefy Pharma Surovatamig zur Behandlung von B-lymphatischen Leukämien und ...

CHMP und CMDh – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 20 (2026))

Throm S


Opinions Arzneimittelzulassung Pharmakovigilanz Anerkennungsverfahren Wissenschaftliche Beratung Bei der Sitzung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) vom 8.–11. Dez. 2025 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam wurden folgende Ergebnisse erzielt: Der CHMP verabschiedete: 5 positive Voten für folgende Medikamente mit neuem Wirkstoff: Aumseqa® (Aumolertinib) : Filmtabletten von SFL Pharmaceuticals zur Erstlinientherapie Erwachsener mit fortgeschrittenen nicht kleinzelligen Lungenkarzinomen mit EGFR-Exon-19-Deletionen oder Exon-21(L858R)-Substitutionsmutationen sowie zur Behandlung Erwachsener mit fortgeschrittenen EGFR T790M Mutations-positiven nicht kleinzelligen Lungenkarzinomen. Der Wirkstoff gehört zu den EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitoren (Anatomischer-Therapeutischer-Chemischer[ATC]-Code: L01EB11). Aumseqa hemmt irreversibel EGFR mit den sensitierenden Mutationen EGFR-Exon-19-Deletion und L858R sowie mit EGFR-Resistenzmutation (EGFR T790M). Der Nutzen von Aumseqa besteht ...

Projektaudits

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 22 (2026))

Behrens D


Audit Projektmanagement Qualitätssicherung Kostenkontrolle Terminüberwachung Wenn das Wort „Audit“ fällt, ist die Reaktion häufig von Unbehagen geprägt. Viele Projektleiter und Teammitglieder verbinden damit zusätzlichen Aufwand und die Sorge, dass eigene Versäumnisse aufgedeckt werden. Audits erscheinen auf den ersten Blick als Kontrollinstrument, das externe Experten einsetzen, um Defizite sichtbar zu machen – unbequem und nicht selten als Eingriff in die eigene Verantwortung empfunden. In der pharmazeutischen Industrie sind solche Vorbehalte häufig zu bemerken. Projekte in diesem Umfeld sind hochkomplex, unterliegen strengen regulatorischen Anforderungen und erfordern die enge Zusammenarbeit unterschiedlichster Stakeholder. Schon kleine Verzögerungen können den terminierten Produktionsstart und damit den geplanten ...

Stabilitätsprüfung von Wirkstoffen und Arzneimitteln

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 30 (2026))

Ermer J


Stabilitätsprüfung ICH-Q1-Leitlinie Risikomanagement Lebenszyklus CQA Stabilitätsuntersuchungen sind ein essenzieller Bestandteil der Arzneimittelentwicklung und -zulassung. Sie dienen dazu, die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit eines Arzneimittels über einen definierten Zeitraum, die Verwendbarkeitsfrist, zu gewährleisten. Die Bedeutung wird auch dadurch verdeutlicht, dass die Stabilitätsleitlinie Q1A „ Stability Testing of New Drug Substances and Products “ das erste Thema war, welches im internationalen Harmonisierungsprozess aufgegriffen wurde (Okt. 1993). Auf diese erste (Kern-)Leitlinie folgten weitere Aspekte von Stabilitätsprüfungen: ICH Q5C: Quality of Biotechnological Products – Stability Testing of Biotechnological/Biological Products (Nov. 1995) ICH Q1B: Stability Testing: Photostability Testing of New Drug Substances and Products (Nov. 1996) ...

Medizinische Cannabisproduktion in der Schweiz

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 38 (2026))

Thurner N


Cannabis GACP GMP Start-up Schweiz Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic ist für die Zulassung und Überwachung von Arzneimitteln verantwortlich. Swissmedic stützt sich auf internationale Richtlinien, insbesondere auf jene der Good Manufacturing Practice (GMP) der EU, passt diese jedoch in der Umsetzung an nationale Anforderungen an. Dieser Ansatz erlaubt eine gewisse regulatorische Flexibilität, ohne auf internationale Kompatibilität zu verzichten – was wiederum einen Vorteil für exportorientierte Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bietet. Trotz fehlender EU-Mitgliedschaft ist die Schweiz über das bilaterale Mutual Recognition Agreement (MRA) eng mit der EU verbunden [ 1 ]. Dieses Abkommen ermöglicht die gegenseitige Anerkennung von GMP-Inspektionen ...

Arzneimittel aus dem 3D‑Drucker

Rubrik: Recht

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 44 (2026))

Ehlers A | Schrage A | Natalis LL.M. H


3D-Druck Arzneimittel Herstellung Rekonstitution Compliance Zukunftsweisende 3D-Drucktechnologien eröffnen inzwischen die Möglichkeit, patientenindividuelle Arzneimitteldosierungen unmittelbar in Klinik- und Krankenhausapotheken herzustellen. Diese Entwicklung verspricht nicht nur eine präzisere und personalisierte Arzneimitteltherapie, sondern wirft zugleich eine Vielzahl komplexer arzneimittelrechtlicher und haftungsrechtlicher Fragen auf. Im Zentrum steht zunächst die dogmatisch wie praktisch relevante Abgrenzung, ob das 3D-Drucken von Medikamenten vom Herstellungsbegriff des § 13 AMG erfasst wird. Darüber hinaus ist zu klären, wann im Kontext additiver Fertigungstechniken das „Inverkehrbringen“ im Sinne des Arzneimittelrechts erfolgt – eine Frage, die maßgeblich bestimmt, welche Pflichten, Verantwortlichkeiten und Kontrollregime greifen. Dieser Beitrag analysiert diese Aspekte systematisch und entwickelt darauf ...

The Qualification of a Compressed Air System

Rubrik: Technik

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 49 (2026))

Werner D | Lobas D


Compressed Air Qualification Business Continuity Maintenance Energy Efficiency The production of pharmaceuticals in the broadest sense (from the production of active ingredients and excipients to the manufacture of various dosage forms and finally the packaging of the finished medicinal product) requires a multitude of process steps, which often involve compressed air. It must be produced, distributed, and used in accordance with Good Manufacturing Practice (GMP), at least in cases of direct or indirect product contact. Therefore, all components of the compressed air system must undergo qualification. This article presents the most important aspects for meeting this task [ 1 ]. When ...

Quality of herbal medicinal products

Rubrik: Analytik

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 54 (2026))

Goerke T | Halbsguth C | Gehlen-Breitbach S | Schönherr R | Albert H | Onken M | Kolkmann R | Symma N


Fingerprint Chromatograms HPLC Column Batches Laboratories Peak Separation Due to its high precision and specificity, high-performance liquid chromatography (HPLC) is very common in the analysis of herbal active ingredients and has increasingly replaced the earlier photometric methods. High-performance liquid chromatography is a widely used analytical technique, particularly for determining the content of active plant substances in the finished product. In addition to analysing the analytical marker for batch-specific recovery, HPLC fingerprints are also used to assess quality. The high selectivity of HPLC especially when using modern column materials, and high sensitivity of the different detectors, mean that minor changes are ...

Nachweis von adventiven Agenzien

Rubrik: Analytik

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 60 (2026))

Deutschmann S


Biopharmazie Kontaminationen Viren Mykoplasmen Nachweismethoden Biological Reference Preparation (BRP): Vom European Directorate for the Quality of Medicines & HealthCare (EDQM) hergestelltes und vertriebenes Referenzpräparat für Methodenvalidierungen (z. B. für Assays, die auf Nukleinsäure-Amplifikationstechnik beruhen), Methodeneignungstests und -standards. European Directorate for the Quality of Medicines & HealthCare (EDQM) : Abteilung des Europarats, das u. a. die Europäische Pharmacopöe (Ph. Eur.) herausgibt und Biologische Referenzpräparate (BRP) bereitstellt. Genomkopien ( G enomic C opies , GC ): Anzahl der individuellen Genom-Einheiten in einer Probe oder einem definierten Volumen (z. B. ml). Verhältnis von Genomkopien zu KBE : Verhältnis (spezies-spezifisch und experiment-spezifisch) aus Genomkopien (G enomic ...

Demaskierung von Endotoxinen

Rubrik: Analytik

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 66 (2026))

Koch P


Endotoxin-Detektion Lipopolysaccharide Endotoxine Demaskierung Validierung Endotoxine sind toxische Bestandteile der äußeren Zellmembran von gramnegativen Bakterien und werden bei deren Absterben oder Zerfall freigesetzt, was zu starken Immunreaktionen wie Fieber und Entzündungen beim Menschen führen kann. Diese Bestandteile, auch Lipopolysaccharide genannt, können schon in geringsten Konzentrationen biologische Wirkungen hervorrufen und stellen somit ein erhebliches Risiko dar, insbesondere bei der Herstellung von Medizinprodukten und pharmazeutischen Präparaten. Daher muss die Abwesenheit von Endotoxinen auch bei biotechnologischen Arzneimitteln gewährleistet sein. Dies wird u. a. in der United States Pharmacopoeia (USP) <85> „Bacterial Endotoxins Test“ gefordert. Aus diesem Grund sind biotechnologische Arzneimittel im Rahmen von In-Prozess-Kontroll(IPC)-Proben ...

Terahertz-Spektroskopie von Tabletten

Rubrik: Analytik

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 71 (2026))

Anuschek P | Zeitler A


Prozess Analytische Technologie Terahertz-Spektroskopie Tablettenporosität Real-time release testing Nichtdestruktives Testen Das Messprinzip basiert auf der Korrelation zwischen dem mit THz-TDS gemessenen Brechungsindex und der Porosität des Materials. Grundlegend ist hierbei, dass Partikel- und Porengröße in der Tablettenmatrix i. d. R. ausreichend klein sind, sodass das Signal nicht streut. Anders als bei der Nahinfrarot- oder Raman-Spektroskopie, bei welchen die Ausbreitung des Signals in festen Proben, sowie Reflexion an Grenzflächen häufig durch Streuung stark beeinflusst ist und diffusen Charakter hat [ 47 , 48 ], propagiert Terahertz-Strahlung weniger diffus, sondern meist sogar nahezu spekulär aufgrund der größeren Wellenlänge. Hieraus folgt, dass die optischen Eigenschaften ...

Fette Compacting mit Niederlassung in Italien

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 78 (2026))


Fette Compacting hat im Dez. 2025 eine eigene Tochtergesellschaft in Italien eröffnet. Der neue Standort in der Wirtschaftsregion Bologna wird die wachsende Zahl an Kunden in den Sektoren Pharma und Nutrition künftig noch intensiver betreuen und dient als lokaler Hub für Vertrieb, Service und technische Beratung. Die Leitung der neuen Niederlassung übernahm Alessandro Recupero, der als Managing Director Erfahrung im Bereich der pharmazeutischen Produktion mitbringt. Italien verfügt über eine der leistungsstärksten pharmazeutischen Industrien Europas. Das Land zeichnet sich durch eine stark international ausgerichtete Arzneimittelproduktion sowie eine hohe Dichte spezialisierter Vertragsentwicklungs- und Fertigungsunternehmen (CDMO) aus.

Pharma Deutschland erweitert Geschäftsführung

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 78 (2026))


Pharma Deutschland e. V. hat im Jan. 2026 seine Geschäftsführung erweitert. Christian Hilmer übernahm die Position des Geschäftsführers im Bereich Rx-Markt. Er verfügt über Expertise im Bereich Erstattung und war über viele Jahre als Geschäftsführer für das Erstattungswesen eines Pharmaunternehmens tätig. Die Position des Geschäftsführers OTC-Markt und Selfcare übernahm Lutz Boden, der bisher die Abteilung Innovative Gesundheitsversorgung geleitet hat. Durch die Einführung der neuen Geschäftsbereiche Rx-Markt und OTC-Markt wird die Branchenstruktur noch gezielter abgebildet.

Schreiner vergrößert Werk in Dorfen

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 78 (2026))


Die Schreiner Group hat ihr Werk am Standort Dorfen um einen großen Anbau an ein bestehendes Produktionsgebäude erweitert und gewann dadurch 2 700 m 2 Nutzfläche hinzu. Dieser Standort hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr 2019 dynamisch entwickelt: Aus anfangs 25 Mitarbeitern wurden innerhalb weniger Jahre über 100 Mitarbeiter. Um dem wachsenden Flächenbedarf für weiteres Wachstum gerecht zu werden, wurde in den vergangenen 1,5 Jahren der Anbau realisiert. Durch die Erweiterung entsteht mehr Platz für zusätzliche Druck- und Weiterverarbeitungskapazitäten, ein neu strukturiertes Regallager, Farblabore, Sozialbereiche sowie optimierte Logistikzonen für Wareneingang und Warenausgang.

Puffermanagement

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 79 (2026))


ZETA stellt das Buffer-Inline-Conditioning-System InFlow vor. Dieses wurde zur Optimierung des Puffermanagements (Pufferherstellung und -lagerung) in der pharmazeutischen Industrie entwickelt. Es ermöglicht die GMP-konforme On-Demand-Produktion von Puffern – direkt am Einsatzort. Die Vorteile liegen laut Unternehmensangaben in rationalisierten Abläufen, Zeit- und Kosteneinsparungen sowie einem deutlich reduzierten Platzbedarf. Das System automatisiert die Herstellung von Pufferlösungen und integriert präzise Dosier-, Misch- und Messtechnik in einer kompakten Skid-Einheit. Das modulare Design bietet maximale Flexibilität hinsichtlich Durchflussraten und Pufferzusammensetzungen – abgestimmt auf individuelle Prozessanforderungen. Für kritische Parameter wie pH-Wert, Leitfähigkeit und Temperatur gibt es eine Echtzeitüberwachung. www.zeta.com

Lamellenhauben

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 79 (2026))


Die BerlinerLuft Technik GmbH hat ihre Lamellenhaube DHE/LH umfassend weiterentwickelt. Eine neue Variante, die schlagregensichere DHE/LH-SRS, ist nach DIN EN 13030, Klasse A, zertifiziert. Diese höchste Schutzklasse erlaubt maximal 0,75 l Regen pro m 2 und h. Selbst bei simuliertem Starkregen und Windgeschwindigkeiten von 13 m/s wurde kein Wassereintritt festgestellt. Die Lamellenhaube eignet sich für die Be- und Entlüftung sensibler Technikbereiche wie Server- oder Reinräume. Ihre Konstruktion kombiniert robuste Materialien mit präzisen Lamellenabschlüssen, einem Vogelschutzgitter und einem geneigten Dach mit Abtropfkante. Kunden können die Haube individuell anpassen, etwa durch Materialien wie Edelstahl oder Aluminium sowie RAL-Farben. www.berlinerluft.de

Barriere-Verpackungen

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 1, Seite 79 (2026))


Die neue Lumi-Barrier-Verpackung von Körber schützt lichtempfindliche Medikamente. Die Faltschachtel bietet durch eine spezielle schwarze Innenbeschichtung laut Unternehmensangaben einen signifikant besseren Lichtschutz im Vergleich zu unbeschichtetem, weißem Karton. Am Fraunhofer-Institut getestete Studien bestätigen in diesem Kontext eine bis zu 10 Mal geringere Lichtdurchlässigkeit, in Abhängigkeit von der untersuchten Wellenlänge. Im sichtbaren Spektrum von 380 nm bis 780 nm lagen gleichzeitig die Absorptionswerte der schwarzen Beschichtung im Mittel mehr als 1,5 Mal so hoch wie jene des unbeschichteten, weißen Materials. Ziel dieser Entwicklung war es, für anwendende Pharmaunternehmen eine höhere Produktsicherheit und Stabilität zu schaffen. www.koerber.com