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Alle Beiträge der Ausgabe 7 / 2026 der Zeitschrift pharmind

Das Wolfsproblem

Rubrik: Exkurs

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 499 (2026))

Stoll G


Ökologie Wolfspopulation Nutztierschaden Wolfsmanagement Bevölkerungsschutz „  Ganz hinten in dem kleinen alten Tiergarten, wo die Viecherl ganz besonders traurig schaun, da lebt, mir scheint`s schon ewig in`m dunklen engen Käfig der alte, räudige Wolf.“ Das Lied „Der Wolf“ stammt von dem österreichischen Liedermacher und Schauspieler Ludwig Hirsch (1946–2011), ist auf dem Album „Dunkelgraue Lieder“ zu finden, und ein Internet-User hat es kurz, aber sehr treffend charakterisiert: witzig und gleichzeitig rabenschwarz. Das Leben des Tiers ist nicht besonders schön und schon gar nicht artgerecht. Mit seinen Käfignachbarn läuft es auch nicht gut: Der Hase fühlt sich hinter dem ...

PDCO – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 502 (2026))

Throm S


Kinderarzneimittel PIP Freistellung Compliance Check Pädiatrische Entwicklung Bei seiner Sitzung vom 21.–24. Apr. 2026 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam dankte der Ausschuss für Kinderarzneimittel (PDCO) dem bisherigen stellvertretenden Mitglied für Schweden, David Khan, und begrüßte Emilie Lindberger als seine Nachfolgerin. Bei dieser Sitzung wurden folgende Voten verabschiedet: 10 positive Voten zu pädiatrischen Prüfkonzepten (PIP) für folgende in Entwicklung befindliche Medikamente: Zenagamtid zur Behandlung des Diabetes Typ 2 bei Kindern ab 10 Jahren; Novo Nordisk Resecabtagen autoleucel zur Behandlung von idiopathischen inflammatorischen Myopathien bei Kindern ab 6 Jahren; Cabaletta Zolacabtagen autoleucel zur Behandlung des systemischen Lupus erythematodes bei Jugendlichen ab 12 Jahren; Bristol-Myers Squibb Pharma ...

CHMP und CMDh – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 502 (2026))

Throm S


Opinions Arzneimittelzulassung Pharmakovigilanz Anerkennungsverfahren Wissenschaftliche Beratung Bei der Sitzung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) vom 22.–25. Juni 2026 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam wurden folgende Ergebnisse erzielt: Der CHMP verabschiedete: 1 positives Votum für folgendes Medikament mit einem neuen Wirkstoff: Onswik® (Insulin efsitora alfa) : Injektionslösung in Fertigpen von Eli Lilly zur Behandlung Erwachsener mit Diabetes Typ 2. Der Wirkstoff ist ein basales langwirksames Analoginsulin (Anatomischer-Therapeutischer-Chemischer[ATC]-Code: noch nicht festgelegt), das den Glucosestoffwechsel reguliert. Der Nutzen von Onswik liegt in der verbesserten Kontrolle des Glucosespiegels. Dies wurde in 4 randomisierten kontrollierten klinischen Phase-3-Studien (QWINT) gezeigt. Dabei wurden mit der wöchentlichen Gabe von ...

PRAC – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 502 (2026))

Thurisch B | Sickmüller B


Humanarzneimittel Referral-Verfahren Arzneimittelsicherheit Pharmakovigilanz Arzneimittelrisiken Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) ist in erster Linie für die Beurteilung aller Aspekte des Risikomanagements von Humanarzneimitteln zuständig. Dies umfasst die Ermittlung, Bewertung, Minimierung und Kommunikation der Risiken von Nebenwirkungen, unter gebührender Berücksichtigung des therapeutischen Nutzens des Humanarzneimittels, der Gestaltung und Bewertung der Unbedenklichkeitsstudien nach der Genehmigung sowie Pharmakovigilanz-Audits. Der PRAC gibt somit – abhängig vom jeweiligen Verfahren – Empfehlungen an den Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP), die Koordinierungsgruppe (Coordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures – human, CMDh), ...

G-BA und IQWiG – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 502 (2026))

Wilken M | Lietz C


G-BA IQWiG Arzneimittelbewertung Zusatznutzen Stellungnahmeverfahren Beschlüsse des G-BA vom 4. Juni 2026 zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) in Anlage XII (Verfahren nach § 35a SGB V): Cemiplimab (Neues Anwendungsgebiet: kutanes Plattenepithelkarzinom, nach Resektion und Strahlentherapie, adjuvante Therapie) Dem Bewertungsbericht des IQWiG ist zu entnehmen, dass das Institut die vorliegenden Daten als nicht geeignet bewertet, um eine Gesamtabwägung der positiven und negativen Effekte von Cemiplimab gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) über alle Endpunktkategorien vorzunehmen. Ein Zusatznutzen sei nicht belegt. Vom Plenum des G-BA wurde ein Hinweis auf einen nicht-quantifizierbaren Zusatznutzen beschlossen. Der G-BA gibt an, dass in Anbetracht des vorliegenden kurativen Therapieansatzes die Vermeidung von Rezidiven ...

COMP – News

Rubrik: Ausschüsse

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 502 (2026))

Throm S


Humanarzneimittel Orphan Drugs Seltene Krankheiten Zuerkennungsverfahren Orphan-Zulassungen Der Ausschuss für Arzneimittel gegen seltene Krankheiten (Committee for Orphan Medicinal Products, COMP) verabschiedete bei seiner Sitzung vom 14.–16. Apr. 2026 bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in Amsterdam folgende Voten: 14 Empfehlungen für die Zuerkennung des Orphan-Status für die folgenden in Entwicklung befindlichen Medikamente: Antisense Oligonukleotid gegen die USH2A-Prä-mRN zur Behandlung ererbter retinaler Erkrankungen durch eine Fehlfunktion des USH2A-Gens; 11 250 Betroffene; Atherna Trientin tetrahdrochlorid zur Behandlung von Morbus Wilson; 22 500 Betroffene; Orphalan Igermetostat maleat zur Behandlung von peripheren T-Zell-Lymphomen; 45 000 Betroffene; KS Pharma Infliximab zur Behandlung des Kawasaki-Syndroms; 4 500 Betroffene; Oddifact (S)-N-(2-(2-Cyclopropylpyridin-4-yl)-4,5,6,7-tetrahydrobenzo[d]oxazol-4-yl)-1-methyl-3-(trifluormethyl)-1H-pyrazol-5-carboxamid zur Behandlung der KCNT1-bedingten Epilepsie; 450 Betroffene; Arriello Peptid-Oligonukleotid-Konjugat ...

Nachhaltigkeit bei gekühlten Impfstoffen

Rubrik: Gesundheitswirtschaft

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 504 (2026))

Lutzmayer S


Kühlkette Impfstoffe Nachhaltigkeit Lieferkette Transport Immunisierungsprogramme sind auf eine funktionierende, aber unsichtbare Voraussetzung angewiesen: die temperaturgeführte Logistik. Sie stellt sicher, dass Impfstoffe unter exakt definierten Temperaturbedingungen transportiert und gelagert werden können, um Wirksamkeit und Sicherheit des Vakzins bis zum Zeitpunkt der Verabreichung zu erhalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt temperaturkontrollierte Medikamentenkühlketten als Kernvoraussetzung für eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Impfstoffe, die auf Versorgungsebene einen hochrelevanten Beitrag zur globalen Gesundheit leisten [ 1 ]. Gleichzeitig bleiben die tatsächlichen Kosten dieser Temperaturkontrolle in vielen Analysen weitgehend unberücksichtigt. Das gilt insbesondere für Länder mit hohen Einkommen, in denen Kühlketten häufig als selbstverständlich angesehen werden. ...

Mehr als nur eine Chargenfreigabe

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 509 (2026))

Schwarz A


Verpackungsprüfung Druckqualitätsprüfung Strukturierte Daten Fehlervermeidung Qualitätssicherung Die Verpackung für pharmazeutische Produkte ist weitaus mehr als ein logistischer Schritt in der Prozesskette von der Herstellung zur Bereitstellung beim Endkunden. Das Packmittel ist sowohl regulatorisch als auch aus Qualitätssicht ein hochrelevanter Bestandteil des Gesamtprodukts. Fehler in der Kennzeichnung, abweichende Angaben zum Inhalt und zur Anwendung, Textvarianten oder Fehler bei 1D- und 2D- Codes sowie in den Braille-Elementen führen nicht nur zu Rückrufen, sondern können u. U. auch unmittelbar Leib und Leben des Anwenders gefährden. Logistisch können fehlerhafte Codes eine korrekte Rückverfolgbarkeit des Medikaments erschweren oder sogar verhindern. Dass diese Bestandteile einer Verpackung einer ...

Das Qualitätsmanagement-System

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 516 (2026))

Finneiser K


Data Governance Product History File Datenintegrität KI Entscheidungskultur Datenintegrität (ALCOA 1) ) wurde traditionell v. a. als Attribut von Labor- und Produktionsdaten verstanden. Das war und bleibt ein wichtiges Thema. Mit der Zunahme digitaler Prozesse und vernetzter Produktionssysteme ist ein weiterer Begriff aufgekommen: ALCOA+. Dieser hat eine größere Bedeutung – nämlich den geordneten Umgang mit Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg, unabhängig davon, ob es sich um Dokumente, Datenbankeinträge, maschinell erzeugte Messdaten oder externe Datenquellen handelt. ALCOA+ ist also synonym zu Datenverwaltung (Data Governance). Data Governance ist also keine IT-Disziplin, sondern Teil der Managementverantwortung im PQS: Sie legt fest, wer Daten ...

Packaging Materials for Aseptic Process

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 522 (2026))

Cuevas S


Packaging CCIT Aseptic production Sterilization Annex 1 Packaging engineering is a totally transversal discipline. A wide range of companies dedicated to the manufacture of goods (from cosmetics and perfumery to automotive and aeronautics, including the food industry) trust in the know-how of packaging engineers to package their products. In the midst all of them, the pharmaceutical industry is among those that require more complex knowledge, especially pharmaceutical companies specialized in the manufacture of sterile products using aseptic processes. It is well known that the functions of packaging consist of containing the product, being able to dispense it, being in compliance ...

Qualitätssicherung durch Risikobewertung

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 528 (2026))

della Pietra M


Risikomanagement Qualitätssicherung Pharmazeutische Produktion Kontaminationskontrolle Umgebungsmonitoring In der neuesten Version des Anhangs 1 zum Good-Manufacturing-Practice(GMP)-Leitfadens der EU wird die Bedeutung des Risikomanagements als geeignetes Instrument zur Sicherung der Qualität eines Prozesses hervorgehoben. Das Dokument weist ausdrücklich auf die Notwendigkeit eines Risikomanagements für Hersteller steriler Arzneimittel hin und empfiehlt ein Risikomanagement auch für andere Produkttypen – insbesondere dort, wo eine Kontrolle der mikrobiellen, partikulären und pyrogenen Kontamination erforderlich ist (z. B. bei bestimmten Flüssigkeiten, Cremes, Salben und bakterienarmen Zwischenprodukten) [ 1 ]. Die Herstellung und Verwendung eines Arzneimittels und seiner Bestandteile sind zwangsläufig mit einem gewissen Risiko verbunden. Es ist wichtig, zu verstehen, ...

Datenintegrität

Rubrik: GxP

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 533 (2026))

Veit M


Archivierungssystem Vorgabedokumente Rohdaten Speicherformat Hybridansatz Datenintegrität stellt ein zentrales Element in den grundlegenden Anforderungen an das Pharmazeutische Qualitätssystem dar, so wie es im Kapitel 1 des EU-GMP-Leitfadens beschrieben ist. Daher muss das oberste Management eines pharmazeutischen Unternehmens die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen und dafür sorgen, dass alle prinzipiellen Anforderungen umgesetzt werden. Das gilt auch für alle Lieferanten, Lohnhersteller, Lohnprüfungsunternehmen und Logistikunternehmen, mit denen das pharmazeutische Unternehmen zusammenarbeitet. Der Ansatz, der dabei verfolgt werden sollte, ist – wie in vielen anderen Fällen auch – risikobasiert und beruht auf den Grundsätzen des pharmazeutischen Qualitäts-Risikomanagements (ICH Q9(R1)). Dazu gehört auch eine regelmäßige Bewertung, ...

Vertrauliche Erstattungsbeträge im AMNOG-Verfahren

Rubrik: Recht

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 538 (2026))

Ehlers A | Lindenthal-Schmidt LL.M. M


AMNOG Medizinforschungsgesetz Erstattungsbetrag Referenzpreisbildung Marktzugang Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) hat der Gesetzgeber zum 1. Jan. 2011 die Preisbildung für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen auf eine neue Grundlage gestellt. Kernbestandteile sind die frühe Nutzenbewertung nach § 35a SGB V und die darauf aufbauende Vereinbarung eines Erstattungsbetrags nach § 130b SGB V. Ziel war es daher, einerseits den Zugang zu innovativen Arzneimitteln sicherzustellen, andererseits aber zugleich eine stärker nutzenorientierte und wirtschaftliche Preisbildung zu etablieren. [ 1 ] Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen neuer Wirkstoffe gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie auf Basis der Zulassungsstudien und weiterer Nachweise; der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entscheidet ...

From API to Nano Drug Product

Rubrik: Originale

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 546 (2026))

Shi S | Schmidt A | Eugster D | Grave A


Particle Size Morphology Redispersibility Dissolution Stability To establish a stable nanomilling process, 2.5 % Kollidon® VA 64 was selected as a stabilizer together with 0.25 % SDS in the naproxen (nano)suspensions [ 13 , 16 ]. This combination played an important role in the successful nanomilling of naproxen nanoparticles as well as in maintaining nanosuspension stability during storage prior to fluid bed processing (approx. 3 d). For the determination of basic process parameters, initial experiments were conducted on a small-scale wet bead mill with a batch size of 2 kg. The parameters were then scaled up to a manufacturing-scale wet bead mill with an 8 kg batch ...

Quo vadis Pharmaglas?

Rubrik: Technik

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 552 (2026))

Wiedemann H


Borosilikatglas Pharmaglas Primärpackmittel Auslaugung Hydrolytische Resistenz Die Entwicklung von Glas als Primärpackmittel für pharmazeutische Anwendungen nahm ihren Anfang mit dem Zusammentreffen zweier deutscher Pioniere in der Glasforschung. Der Chemiker Otto Schott (1851–1935) und der Physiker Ernst Abbe (1840–1905) begründeten 1879 eine Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung von Hochleistungsgläsern [ 1 ]. 1911 folgte daraufhin die Entwicklung eines Borosilikatglases, Glas A, welches sich besonders gut für die Herstellung von Ampullen eignete [ 1 ]. Dieses Borosilikatglas ist auch heute, mehr als 100 Jahre später, der etablierte Standard als Ausgangsmaterial für alle Containerformate (Fläschchen, Ampulle, Karpule, Spritze). Durch die Entwicklung immer komplexerer Wirkstoffe sind die ...

Technologietransfer vereinfachen

Rubrik: Technik

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 558 (2026))

Dalvi S


Technologietransfer Prozesswissen Management Arzneimittelentwicklung Software In der gesamten Pharmaindustrie weltweit war der Druck, neue Medikamente schneller auf den Markt zu bringen, noch nie so groß wie heute. Pharma- und Biotechnologieunternehmen sind mit steigenden Forschungs- und Entwicklungskosten, komplexeren Arzneimitteln und Herstellungsprozessen, strengen regulatorischen Anforderungen sowie einem zunehmenden Wettbewerb durch Generika und Biosimilars konfrontiert. Gleichzeitig benötigen Patienten und Gesundheitssysteme dringend einen schnelleren Zugang zu innovativen Therapien, insbesondere in der Onkologie oder bei seltenen Krankheiten, häufig im Zusammenhang mit fortschrittlichen Biologika und personalisierter Medizin. Ineffizienzen bei der Arzneimittelentwicklung und -herstellung können zu langen Leidenswegen für Patienten führen und den Zugang zu möglicherweise lebensrettenden ...

F&E-Aktivitäten digitalisieren

Rubrik: IT

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 563 (2026))

Disson F | Zscheile F


Digitalisierung Datenanalyse Cloud Laborgeräte Konnektivität Für Pharma- und Biotechunternehmen, die künftig große, komplexe Datenanalysen als Standard betreiben wollen, ist der Aufbau einer skalierbaren, regelkonformen Forschungs- und Entwicklung(F&E)-Cloud mit durchgängiger Laboranbindung keine Option mehr, sondern strategische Notwendigkeit. Regelkonform bedeutet hier, dass eine Cloudlösung mittels validierter Infrastruktur, lückenloser Audit Trails und gesicherter Datenintegrität über den gesamten Forschungszyklus hinweg die branchenrelevanten Good-Practices-Richtlinien (GxP) einhält, im Einzelnen Good Laboratory Praxis (GLP), Good Clinical Praxis (GCP), FDA 21 CFR Part 11, EU Annex 11 sowie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Im Labor von heute entstehen Daten durchgängig digital und strukturiert. Physische Labortätigkeiten (Pipettieren, Messen, Probenahme) sind mit digitalen Systemen vernetzt, ...

Kleine CROs in Validierung und Routineanalytik

Rubrik: Analytik

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 568 (2026))

Kretzschmar T


(Bio)analytische CROs GxP-Konformität Datenintegrität Probenintegrität Validierung Das Thema wird hier allgemein-deduktiv aus der jahrelangen Erfahrung des Autors betrachtet, mit Ausflügen in Beispiele zur Illustration. Damit soll eine möglichst breite Anwendbarkeit des Beitrags in der Praxis interessierter, v. a. kleiner GxP-Laboreinrichtungen bzw. CROs gewährleistet werden. Datenintegrität ist inzwischen ein geläufiger Begriff geworden und muss hier nicht mehr lang und breit dargestellt werden – vom nachstehenden Ausflug in die Welt kleiner CROs einmal abgesehen. Datenintegrität ist kein Kosmetikum, dass es „auch noch“ zu erfüllen gilt. Nein, Datenintegrität ist das „ausgemachte“ Ziel jeglicher Qualifizierungen und Validierungen, die v. a. um computergestützte Systeme, inklusive deren in ...

Verpackungsblister

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 573 (2026))


Legosan, ein schwedischer Auftragshersteller und -verpacker für Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel, setzt Purelay®-Polypropylen(PP)-Monoblister von Etimex ein. Mit dieser nach Herstellerangaben vollständig recyclingfähigen Verpackungslösung für die hergestellten Tabletten und Kapseln bereitet sich Legosan auf die kommende Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) vor. Dabei sind Verpackungen längst kein reiner Produktschutz mehr, sondern müssen flexibel einsetzbar und effizient in bestehende Prozesse zu integrieren sein – und zunehmend auch aufkommenden regulatorischen Anforderungen standhalten. Deshalb wandte sich der Kunde für diesen Schritt an Etimex: weg von herkömmlichen Blister-Lösungen, hin zu einem vollständig recyclingfähigen Monomaterial-Verpackungskonzept. www.etimex.de

DGRA: Walter-Cyran-Medaille

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 573 (2026))


Die Deutsche Gesellschaft für Regulatory Affairs (DGRA) hat im Juni 2026 Dr. Susanne Keitel die Walter-Cyran-Medaille verliehen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die DGRA ihr herausragendes und langjähriges Engagement für die Arzneimittelregulierung sowie ihren prägenden Einfluss auf die Weiterentwicklung regulatorischer Standards in Deutschland, Europa und weltweit. In ihrer Laudatio hob Prof. Dr. Christa Wirthumer-Hoche insb. die Verdienste von Dr. Keitel auf den Gebieten der pharmazeutischen Qualitätssicherung und der internationalen Harmonisierung regulatorischer Anforderungen hervor. Bereits seit dem ersten Masterstudiengang „Drug Regulatory Affairs“ (MDRA) im Jahr 2000 engagiert sie sich als Lehrbeauftragte und Referentin. Der Editio Cantor Verlag gratuliert Dr. Keitel zu dieser Auszeichnung.

Sensoplast übernimmt forewood

Rubrik: Personen | Unternehmen

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 573 (2026))


Sensoplast® hat forewood®, ein Unternehmen für nachhaltige Verschluss- und Verpackungslösungen, vollständig übernommen. Mit dieser Übernahme nimmt Sensoplast eine strategische Portfolio-Erweiterung um neuartige Verschlusslösungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe, ohne konventionelle Polymere vor. Diese Verschlüsse können in der Nahrungsergänzungs-, Lebensmittel- und Kosmetik-Industrie eingesetzt werden. Die Produkte basieren konsequent auf Holz- und Pflanzenfasern und verzichten auf konventionelle Kunststoffe. Trotz des naturbasierten Ansatzes weisen die Verschlüsse eine gute Stabilität, Zähigkeit und Barrierewirkung auf – Eigenschaften, die bei nachhaltigen Verpackungsalternativen bislang oft eine technische Hürde darstellten.

Inspektionsmaschinen

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 574 (2026))


Körber hat mit ALVA eine adaptive automatische Inspektionsmaschine für High-Mix-Low-Volume (HMLV) entwickelt. Die Maschine ermöglicht die zuverlässige Inspektion kleiner Chargen bei häufigen Produkt- und Formatwechseln, etwa bei Spritzen, Vials und Karpulen. Dank schneller Formatwechsel, automatisierter Prozesse und kompakter Bauweise unterstützt ALVA pharmazeutische Hersteller dabei, Stillstandszeiten zu reduzieren, Freigabeprozesse zu beschleunigen und auch bei kleineren Produktionsmengen eine konstant hohe Inspektionsqualität sicherzustellen. Besonders profitieren Anwendungen mit hoher Variantenvielfalt und kurzen Umstellzyklen etwa in klinischen Studien, bei personalisierten Therapien, ATMPs sowie bei CDMOs. Die Maschine skaliert mit den Anforderungen, von der klinischen Entwicklung bis zur kommerziellen Produktion. www.koerber-pharma.com

Abfüllmaschinen

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 574 (2026))


Syntegon präsentiert die aseptische Abfüllmaschine SynTiso. Die meisten neuen Biologika werden als Injektionspräparate bereitgestellt. Strengere Vorschriften zielen darauf ab, Kontaminationsrisiken bei Injektionspräparaten zu eliminieren. Mit der Abfüllmaschine werden diese Herausforderungen gelöst: Gemeinsam mit 2 Big-Pharma-Unternehmen entwickelt, beseitigt SynTiso durch handschuhlose Isolatortechnologie sowie einen vollständig robotisierten Betrieb inkl. kontaktlosem Transportsystem die Notwendigkeit menschlicher Eingriffe. Die Vorteile: Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auf hohem Niveau, laut Herstellerangaben bis zu 50 % schnellere Rüstzeiten und höhere Ausbringung pro Charge. www.syntegon.com

Entstauber

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 574 (2026))


Die neuen DUSTOMAT DRY S-Modelle von ESTA Apparatebau sorgen für eine zuverlässige Stauberfassung, hohe Prozesssicherheit und saubere Luft. In der Pharmaindustrie entstehen bei Dosier-, Misch- und Umfüllprozessen Stäube, die sicher abgesaugt und gefiltert werden müssen. Mit der Baugröße „S“ erweitert der Hersteller von Absaugtechnik seine DUSTOMAT DRY-Serie um wirtschaftliche Einstiegsmodelle. Die Entstauber sind für geringe Staubmengen bei Luftvolumenströmen von 1 600 m 3 /h bis 2 900 m 3 /h ausgelegt und eignen sich für Einzelarbeitsplätze sowie Fertigungsbereiche mit bis zu 3 Absaugstellen. Das modulare Gerätedesign erlaubt eine anwendungsspezifische Konfiguration der Filtertechnik. Je nach gewähltem Filterpaket erreichen die DUSTOMAT DRY-Geräte nach Herstellerangaben einen Abscheidegrad von bis zu 99,995 %. www.esta.com ...

Armaturentechnik

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 575 (2026))


AVA Armaturen Vertrieb Alms stellt als modularen Baukasten das MODU ONE® Ecosystem vor. Das Grundprinzip lautet dazu: Alle Armaturen – darunter Kugelhähne, Rückschlagklappen oder vorkonfigurierte Double-Block-and-Bleed-Kombinationen – sind ausnahmslos auf einheitliche Baulängen je Nennweite und Rohrklasse ausgelegt. Das heißt, sie sind ohne aufwendige Anpassungen von Rohrleitungen oder Verbindungen untereinander austauschbar. Muss etwa im Planungsprozess ein Kugelhahn durch eine Rückschlagklappe ersetzt werden, bleibt die grundsätzliche Rohrleitungsgeometrie nach Unternehmensangaben unverändert. Neukalkulationen entfallen komplett. Die Armaturen sind dabei in vielen Bereichen der Pharmaindustrie einsetzbar – insb. bei der Gestaltung von Dampf- und Versorgungsleitungen. www.ava-alms.com

Roots-Vakuumpumpen

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 575 (2026))


Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions, Teil der Busch Group, stellt die neue mehrstufige Roots-Vakuumpumpe UltiDry vor. Sie wurde speziell für anspruchsvolle Anwendungen der Gasphasenabscheidung wie CVD, ALD und PVD entwickelt. Die ölfreie, mehrstufige Verdichtung sorgt für saubere Vakuumerzeugung ohne Verunreinigungen. Ein patentiertes Spülsystem schützt die Pumpe vor Schadstoffen wie Pulver und gewährleistet einen stabilen Betrieb. Die UltiDry bietet Energieeinsparungen von bis zu 87 % und unterstützt so eine nachhaltige und kosteneffiziente Produktion. Sie arbeitet zuverlässig in einem Temperaturbereich von 50 °C bis 270 °C und ist für unterschiedliche Prozessanforderungen geeignet. Laut Hersteller zeichnet sich die Pumpe durch ihre Langlebigkeit, Wartungsarmut und hohe Energieeffizienz aus. www.pfeiffervacuum.com ...

Reinraumpanels

Rubrik: Produkte

(Treffer aus pharmind, Nr. 7, Seite 575 (2026))


Neuberger Gebäudeautomation stellt das Room Panel RP8100 vor, eine speziell für Reinräume entwickelte Lösung. Das System ermöglicht die Anzeige, Überwachung und Einstellung von Parametern wie Temperatur, Druck, Feuchte und Partikeln. Es verfügt über ein 5-Zoll-Touch-Display mit einer Auflösung von 720 x 1 280 Pixel, das frei programmierbare Alarm- und Statusmeldungen unterstützt. Das Panel kann flexibel horizontal oder vertikal installiert werden und ist durch seine flächenbündige Wandmontage besonders pflegeleicht. Es bietet einen Ethernet-Anschluss mit Web-Protokoll und unterstützt die Stromversorgung über 24 V DC oder Power-over-Ethernet (PoE). Laut Hersteller ist das Gerät für Reinräume, Labore und hochsensible Produktionsbereiche geeignet. www.neuberger.net