02.07.2020Wie Johnson & Johnson heute mitteilte, hat die Europäische Kommission (EK) die Marktzulassung für den Ebola-Impfstoff zur Vorbeugung der Ebola-Viruserkrankung für das Ebola-Impfprogramm der Janssen Pharmaceutical Companies erteilt. Nun arbeitet Janssen gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an der Präqualifikation des Impfstoffs, was dazu beitragen dürfte, die Registrierung seines präventiven Ebola-Impfschemas in afrikanischen Ländern zu beschleunigen und den Bedürftigsten einen breiteren Zugang zu ermöglichen. Bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) wurden zwei Anträge auf Marktzulassung für die beiden Impfstoffe des Zwei-Dosis-Schemas eingereicht: Zabdeno® (Ad26.ZEBOV) und Mvabea® (MVA-BN-Filo). Die Marktzulassung unter außergewöhnlichen Umständen wurde nach einer beschleunigten Bearbeitung der Zulassungsanträge sowie einem positiven Gutachten des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA erteilt. Das Ebola-Impfprogramm von Janssen ist für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung der durch die Spezies Zaire ebolavirus verursachten Ebola-Viruskrankheit bei Personen ab einem Alter von einem Jahr angezeigt.

02.07.2020Die esz AG calibration & metrology ist jetzt für die Kalibrierung von Klima-schränken für die Messgrößen Temperatur und Feuchte akkreditiert. Der Be-scheid umfasst Kalibrierung in den esz-Laboren und auch bei Kunden vor Ort. Im März 2020 hatte die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH) das Akkredi-tierungsverfahren für die esz AG zur Umstellung auf die neue Labornorm DIN EN ISO/ IEC 17025:2018 abgeschlossen und beurkundet.
02.07.2020Gegenwärtig sind verschiedene therapeutische Verbindungen auf dem Markt, wie z.B. Proteine, Enzyme und Aminosäuren, "chirale Verbindungen" - Moleküle mit zwei Strukturen, die "Spiegelbilder" voneinander sind, sich aber nicht überlagern können. Obwohl die beiden Varianten des Moleküls, die auch als "Enantiomere" bezeichnet werden, strukturell gleich sind, unterscheiden sie sich durch ihre Ausrichtung (ihre "Chiralität") funktionell voneinander. Arzneimittel können entweder ein einzelnes Enantiomer oder racemische Mischungen (bestehend aus beiden Enantiomeren) sein, die oft mit (S) bzw. (R) bezeichnet werden.

02.07.2020Die onoff AG wächst weiter: Am 1. Juli 2020 eröffnet sie ein neues Projektbüro in Marburg. Ziel ist es, die in der Region ansässigen Pharmakunden noch besser begleiten zu können. Als unabhängiger Systemintegrator bietet die onoff AG Automatisierungs-, MES- und IT-Lösungen für die Prozessindustrie. Der Branchen-Fokus liegt neben Pharma auf Food, Chemie, Wasser/Abwasser, Erdgas sowie Handel. Im Raum Marburg betreut onoff bereits seit 2013 namhafte Pharmaunternehmen in diversen Großprojekten und deckt als verlässlicher Partner das komplette Leistungsspektrum von der Planungs-, Umsetzungs- bis hin zur InbetriebnahmePhase von MES und Prozessleitsystemen ab.
01.07.2020Eine gute Cannabistherapie hängt auch mit der verschriebenen Blüte zusammen. Jeder Patient benötigt ein individuelles Verhältnis an Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Um auch die Patienten optimal versorgen zu können, die einen hohen THC-Gehalt bei gleichzeitig niedrigem CBD-Gehalt benötigen, hat Aurora zwei neue Cannabissorten mit ins Sortiment aufgenommen. Ab sofort verfügt der kanadische Cannabisproduzent über die beiden Sorten Aurora 22/1 und Aurora 20/1. Gerade Patienten mit Depressionen und Angstzuständen würden zumeist auf Sorten mit hohem THC-Gehalt ansprechen.
01.07.2020Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sanken in den letzten zwei Jahrzehnten die Säuglings- und Müttersterberaten auf der ganzen Welt. Dennoch stehen einige Regionen vor weitaus größeren Herausforderungen als beispielweise Europa; so vor allem Afrika. Trotz großer Fortschritte bleibt noch viel zu tun. / Die Entstehung neuen Lebens im Körper einer Frau ist das größte Wunder im Leben eines Menschen. In Europa ist das leicht gesagt, denn die Säuglings- und Müttersterblichkeit geht hier heutzutage unter anderem dank der Millenniums-Entwicklungsziele gegen Null. Andere Regionen der Erde müssen mit weitaus größeren Herausforderungen kämpfen, denn die medizinische Versorgung ist nicht überall so gut wie in Europa. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Zahlen auf den Tisch gelegt:
01.07.2020In Japan setzen zahlreiche Kliniken bei der Behandlung von Covid-19 auf das Grippemedikament Favipiravir. Bei dem Arzneistoff handelt es sich um ein antivirales Medikament. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der viralen RNA-abhängigen RNA-Polymerase. Auch andere Länder wie Russland setzen strukturähnliche Wirkstoffe im Kampf gegen Corona ein. Die antiviralen Allrounder zeigen sich wirksam – jedoch nicht spezifisch. / Ursprünglich wurde Favipiravir als Influenza-Wirkstoff entwickelt. In Japan wird der Arzneistoff als Reservemittel bei neuartigen Grippe-Stämmen eingesetzt. Es handelt sich nicht um ein spezifisch wirkendes Arzneimittel, eher kann Favipiravir mit einem Breitbandantibiotikum verglichen werden, denn es ist gegen viele Viren wirksam.

01.07.2020Die Sanner GmbH, internationaler Hersteller von pharmazeutischen Primärverpackungen und Medizintechnikprodukten, hat ein höchst erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 absolviert: Mit knapp über 85 Millionen Euro Gesamtumsatz konnte die Unternehmensgruppe sogar einen neuen Rekord aufstellen. Dank Investitionen in neue Produkte und die Stand-orte blickt Sanner trotz der Corona-Krise zuversichtlich in die Zukunft. / Mit über 85 Millionen Euro Gruppenumsatz hat Sanner einen neuen Unterneh-mensrekord aufgestellt. Die Entwicklung in Europa verlief stabil, in China konnten leichte Zuwächse erzielt werden. Überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet das Unternehmen in den USA mit einem Plus von 25 und in Indien sogar von über 30 Prozent. Besonders stark nachgefragt sind Produkte aus dem Bereich „Engine-ered Product Solutions“, in dem Sanner unter anderem Diagnostiklösungen wie Schnelltests, pulmonale Applikationen wie Inhalatoren und kundenindividuelle Pri-märverpackungen anbietet.
01.07.2020Gilead gibt den Ampullenpreis von Remdesivir bekannt – 390 US-Dollar kostet ein Vial. Der Hersteller des antiviralen Arzneimittels begründet die Preisbildung auch damit, dass ein um vier Tage längerer Aufenthalt im Krankenhaus weitaus teurer sein könnte. Die USA sichern sich mehr als 90 Prozent der Produktion der kommenden drei Monate. / Der Preis für eine Therapie mit dem antiviralen Mittel Remdesivir steht fest. Gilead hat einen Preis von 390 Dollar pro Einmaldosis für die staatlichen Krankenversicherungssysteme Medicaid/Medicare bekannt gegeben. Daraus ergibt sich bei einer standardmäßig angesetzten Therapiedauer von fünf Tagen ein Gesamtpreis von 2340 Dollar pro Patient, da initial zwei Vials verabreicht werden. Privatpatienten zahlen 3120 Dollar. Gilead begründet den Preis unter anderem mit der verkürzten Hospitalisierungsdauer: Liege der Patient vier Tage weniger im Krankenhaus, so könnten Kosten eingespart werden. Die Einsparungen würden sich bei einer intensivmedizinischen Betreuung auf etwa 12.000 Dollar belaufen – weitaus mehr, als eine fünftägige Remdesivir-Therapie kostet. Bei dem Wirkstoff handelt es sich um das erste Virostatikum, für das in klinischen Studien eine Wirksamkeit gezeigt werden konnte.
01.07.2020Die Absenkung der Mehrwertsteuer, die heute vom Bundestag im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets beschlossen wurde und ab Juli gelten soll, gerät aus Sicht der Generika-Industrie zur Posse. Denn die Maßnahme, mit der die Bundesregierung die Konjunktur stärken und der Wirtschaft in der Corona-Pandemie Anschub geben will, droht voll zulasten der Generika-Hersteller zu gehen. Nicht der Staat kommt demnach für die Steuersenkung auf – sondern die Unternehmen, die dem Gesundheitssystem ohnehin schon die höchsten Einsparungen ermöglichen!
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