18.06.2020Orthopäden und Zellkulturexperten unter der Leitung von Dr. Shojiro Katoh, President des Krankenhauses von Edogawa, berichteten von einer bahnbrechenden Errungenschaft bei der Züchtung pluripotent exprimierender Zellen aus Knorpelgewebe von Kniegelenken älterer Menschen, die von Osteoarthritis (OA) betroffen sind. Weltweit sind Millionen von Kniegelenken von OA betroffen, und Menschen mit schweren Erkrankungen unterziehen sich einer totalen Knieendoprothese (Total Knee Arthroplasty, TKA), bei der beschädigter Knorpel durch eine künstliche Knieprothese ersetzt wird. Dr. Katoh nahm während der TKA-Operation Teile des geschädigten Gewebes, das sonst abgelegt wird, isolierte Chondrozytenzellen im Labor für Gewebetechnik und konnte sie als vollständig reorganisiertes gesundes Knorpelgewebe kultivieren, das für die Pluripotenz relevante Biomarker exprimiert.
18.06.2020Die Lead Discovery Center GmbH (LDC) und der südkoreanische Arzneimittel-Entwickler Qurient haben in enger Kooperation mit weiteren Partnern die QLi5 Therapeutics GmbH gegründet. Die Partner sind die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Nobelpreisträger Prof. Huber, emeritierter Direktor des des Max-Planck-Instituts für Biochemie. Die in Dortmund ansässige QLi5 Therapeutics hat neue Proteasom-Inhibitoren vom LDC und seinen Partnern lizenziert, um sie in die präklinische und klinische Prüfung voranzubringen und für die Behandlung von Krebs-, Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen zu entwickeln. Die Proteasom-Inhibitoren wurden im Rahmen einer langfristigen erfolgreichen Kooperation von LDC und Prof. Huber entwickelt, wobei Prof. Huber seine führende Expertise auf dem Gebiet des Proteasoms eingebracht hat und das LDC seine besondere Kompetenz im Bereich Wirkstoffentwicklung. Gemeinsam haben sie ein Portfolio an Proteasom-Inhibitoren mit einzigartigen Bindungseigenschaften und günstigen pharmakodynamischen Eigenschaften etabliert. Durch die erfolgreiche, strategische Zusammenarbeit von LDC, Qurient und MPG ist es dann gelungen, ein Joint Venture mit Qurient zur Weiterentwicklung dieses Ansatzes aufzubauen.
18.06.2020Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages befassen sich zurzeit mit einer Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes. Das sieht Einschränkungen bei der Tabakwerbung vor. Durchaus lobenswert sei diese Initiative, sagen führende Gesundheitsexperten. Aber bei weitem nicht genug. / Tabakwerbung einschränken? Ein Thema, bei dem Deutschland im internationalen Vergleich hinterherläuft. Mit einer Gesetzesänderung will die Bundesregierung deshalb nachschärfen. Führenden Gesundheitsexperten reicht das nicht, denn es gibt Ausnahmen: So soll Tabakwerbung im Kino weiter erlaubt sein (zumindest bei Filmen ab 18 Jahren). Auch Werbung am Verkaufstresen von Tankstellen ist von einem Verbot ausgenommen.
18.06.2020Bisher bot Tilray zwei verschiedene Sorten Cannabis an: Eine ausgewogene Sorte mit gleichen Anteilen THC und CBD und eine Blüte mit hohem THC-Gehalt. Nun folgt mit Indica Strong eine Blüte, die einen THC-Gehalt von 22 Prozent aufweist. Die Blüte wird in Portugal angebaut, dadurch sei sie dauerhaft am deutschen Markt verfügbar. / Tilray will sein Sortiment an Cannabisblüten in den kommenden Monaten erweitern. Zu Beginn nahm das Unternehmen eine Blüte ins Portfolio auf, die einen hohen THC-Gehalt aufweist: Bisher hatte Tilray als einziges Unternehmen die Cannabisblüte THC25 im Sortiment – eine Blüte mit höherem THC-Gehalt gibt es nicht für den pharmazeutischen Markt. Diese sehr starke Pflanze ist nicht für alle Patienten geeignet, unter anderem deshalb vertreibt Tilray nun die – mit 22 Prozent THC – leicht schwächere Blüte Indica Strong. Das Kultivar Sirius sei ein erster Schritt zur breiteren Aufstellung im Cannabismarkt, so das Unternehmen.
18.06.2020Das deutsche Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Lungenerkrankung Covid-19 bis zu 100 Millionen Euro von der Europäischen Investitionsbank (EIB). / Biontech werde den Kredit unter anderem zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten verwenden, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Biontech hat nach Angaben der Brüsseler Behörde als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Im April startete die erste klinische Studie in Deutschland, gefolgt von einer weiteren klinischen Studie in den Vereinigten Staaten Anfang Mai. Mit vier parallel getesteten Impfstoffkandidaten gehöre das Programm von Biontech zu den umfangreichsten weltweit, hieß es am Donnerstag. Das Mainzer Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben aus dem vergangenen Monat für Ende Juni oder Juli erste klinische Daten zu den Impfstoff-Tests.

18.06.2020Die Rentschler Biopharma SE, ein führendes Dienstleistungsunternehmen für Biopharmazeutika, gab heute die Ernennung von Alexander Dettmer (41) zum Chief Financial Officer (CFO) mit Wirkung zum 1. Juli 2020 bekannt. Herr Dettmer verfügt über 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Business Development und Management, wobei sein Schwerpunkt auf der Optimierung operativer Betriebsabläufe im Healthcare- und Life Sciences-Sektor liegt. Bei Rentschler Biopharma wird er die Bereiche Finanzen, Supply Chain Management, IT sowie die Rechtsabteilung verantworten. Herr Dettmer tritt die Nachfolge von Stefan Rampf an, der das Unternehmen mit Wirkung zum 30. Juni 2020 verlassen wird, um sich einer neuen beruflichen Aufgabe zu stellen.

18.06.2020Die größten Pharmaunternehmen der Welt haben nach einer Wachstumspause im Vorjahr wieder Fahrt aufgenommen und im Jahr 2019 insbesondere ihre Innovationsanstrengungen verstärkt. So steigerten die 21 untersuchten Konzerne ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 14,2 Prozent – nach einem Minus von 1,9 Prozent im Vorjahr. An dem Zuwachs hatten fast alle Unternehmen ihren Anteil – 16 der 21 Konzerne erhöhten ihre F&E-Ausgaben.
18.06.2020Stevanato Group, SCHOTT und Gerresheimer bekräftigen ihre Bereitschaft, pharmazeutische Verpackungen für künftige Covid-19-Impfstoffe bereitzustellen / Die Vorstandsvorsitzenden von Gerresheimer, Stevanato Group und SCHOTT bekräftigen die Bedeutung der weltweiten Versorgung mit Arzneimittelbehältern und stehen bereit, die Pharmabranche im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen. Alle drei Unternehmen produzieren Pharmafläschchen aus Spezialglas, in denen Impfstoffe und Medikamente gegen das neuartige Coronavirus letztlich zu den Menschen gelangen – und zwar unabhängig davon, in welcher Region diese leben. Die drei Hersteller betonen, dass sie die Pharmaunternehmen trotz der besonderen Liefersituation durch Covid-19 auch bei der generellen Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten unterstützen werden – je nachdem, welche Prioritäten diese setzen. Jedes der drei Unternehmen stellt jährlich Milliarden von Fläschchen aus sogenanntem Borosilicatglas Typ 1 her. Dieser Glastyp ist der Quasi-Standard in der Pharmaindustrie, wenn es um Verpackungen für Impfstoffe geht. Ziel der gemeinsamen Erklärung ist es, trotz vieler Unwägbarkeiten das Vertrauen in die globale pharmazeutische Versorgungskette zu bekräftigen.

18.06.2020Die Schreiner Group hat an ihrem neuesten Standort in Dorfen, der im vergangenen Herbst eröffnet wurde, eine Fertigungslinie zur Produktion von Pharma-Tac Etiketten in Betrieb genommen. Diese Spezialetiketten des Geschäftsbereichs Schreiner MediPharm besitzen eine integrierte Aufhängevorrichtung, so dass Infusionsflaschen direkt am Etikett aufgehängt werden können. Gerade in der derzeitigen Corona-Pandemie werden diese Etiketten vermehrt benötigt und stark nachgefragt. Es ist erst ein halbes Jahr her, dass die Schreiner Group in Dorfen ihren neuesten Produktionsstandort mit einem feierlichen Festakt eröffnet hat. Doch in der Zwischenzeit ist viel passiert. Ende letzten Jahres waren in Dorfen noch 26 Mitarbeiter angestellt, inzwischen sind es bereits 35. Acht von ihnen arbeiten nun in der neuen Fertigungslinie Pharma-Tac 1. Dazu wurde ein neues Team zusammengestellt. Sowohl langjährige und erfahrene, als auch neu eingestellte Mitarbeiter arbeiten hier gemeinsam Hand in Hand.
17.06.2020Hochaufgelöstes 3D-Modell zeigt starke Ähnlichkeit im Aufbau der Fibrillen / Krankhaft verklumpte Eiweiße sind für eine ganze Reihe von Erkrankungen charakteristisch, unter anderem Alzheimer, Parkinson und der verbreitete Typ-2-Diabetes. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Universität Maastricht haben mittels Kryo-Elektronenmikroskopie nun erstmals ein scharfes Bild davon erhalten, wie sich einzelne Moleküle in den Proteinfäden anordnen, aus denen die Diabetes-typischen Ablagerungen bestehen. Die Struktur der Fasern in den sogenannten Fibrillen erinnert stark an die von Alzheimer-Fibrillen. Das Ergebnis steht im Einklang mit weiteren Gemeinsamkeiten, die Forscher in den letzten Jahren herausgefunden haben.
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