31.03.2026Wie gelingt es, die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren? Dazu hat die von Gesundheitsministerin Nina Warken eingesetzte FinanzKommission Gesundheit (FKG) ihren ersten Bericht veröffentlicht. Die Bundesregierung hat nun die Qual der Wahl, welche der 66 Empfehlungen sie umsetzen will. Dazu braucht es Fingerspitzengefühl: Denn unter den Vorschlägen sind Sparmaßnahmen, die das Zeug dazu haben, die Arzneimittelversorgung der Menschen und den Pharmastandort in Deutschland zu schwächen. Die FKG sieht das teilweise anders – hat aber eine wichtige Tatsache vergessen.
31.03.2026VeonGen Therapeutics, ein Unternehmen für Genmedizin im klinischen Stadium, das Gentherapien der nächsten Generation entwickelt, gab den klinischen Fortschritt von VG801 bekannt und präsentierte die Ergebnisse mündlich auf der Jahrestagung 2026 der Association for Research in Vision and Ophthalmology (ARVO), die vom 3. bis 7. Mai in Denver, Colorado, stattfindet.
31.03.2026Im Europäischen Parlament wächst der Widerstand gegen die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) zum Ausbau der vierten Reinigungsstufe in Klärwerken. In einer Plenardebatte forderte der EVP-Abgeordnete Oliver Schenk die Aussetzung der Richtlinie, bis eine belastbare Folgenabschätzung vorliegt. Sein Argument: „Man hat eine Entscheidung getroffen auf einer Datengrundlage, die nicht valide ist“, so der Parlamentarier laut SPIEGEL. Für Ende April plant die EVP eine Resolution, die die EU-Kommission zu einer neuen Folgeabschätzung verpflichten soll.
31.03.2026Der Ingwer wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2026 gewählt, unter anderem wegen neu bewerteter gesundheitsfördernder Wirkungen. Das Rhizom enthält ätherische Öle und Scharfstoffe wie Gingerol sowie Vitamine und Mineralstoffe und wird schon seit der Antike bei Magen-Darm- und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Laut dem Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der EMA kann Ingwer unter anderem Reisekrankheit mit Übelkeit und Erbrechen vorbeugen und wird traditionell auch gegen leichte Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen und Erkältungssymptome genutzt.
31.03.2026Die Eskalation am Persischen Golf hat die fragile Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter eingetrübt. Die erhoffte Erholung wird jäh ausgebremst. Steigende Energie- und Rohstoffpreise erhöhen die Kosten der Industrie, schüren neue Inflationssorgen und dämpfen den Konsum. Auch in der Chemie nehmen die Konjunkturbedenken wieder zu. Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für das zentrale Exportgeschäft haben sich negativ entwickelt. Als energieintensiver Sektor ist die Chemie vom Irankrieg besonders betroffen: Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen treiben die Kosten unmittelbar nach oben, während die Auftragsflaute anhält.
31.03.2026Fast jede zweite Demenzerkrankung ließe sich durch umfassende Prävention mit Blick auf 14 gut erforschte Risikofaktoren verhindern. Deshalb sprechen sich die Wissenschaftsakademien – acatech, Leopoldina und Akademienunion – in einer gemeinsamen Stellungnahme für eine stärkere „Datengetriebene Demenzprävention“ aus. Gesundheitsdaten ermöglichen eine bessere individuelle Risikoeinschätzung und eine intensivere Erforschung der komplexen Krankheiten. Davon könnte auch die Prävention weiterer Volkskrankheiten, etwa Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes, profitieren
31.03.2026Der European Health Data Space (EHDS) markiert einen Meilenstein der europäischen Gesundheits- und Datenpolitik: Er schafft den weltweit größten vernetzten Datenraum für hochqualitative Gesundheitsdaten und ermöglicht erstmals, diese europaweit besser für Forschung und Versorgung zu nutzen. Ob dieses Potenzial realisiert wird, entscheidet die nationale Umsetzung. Dazu Han Steutel, vfa-Präsident: „Der EHDS ist eine große Chance für Europa: für bessere Forschung, bessere Versorgung und mehr Innovation. Aber dieses Potenzial entsteht nicht von allein – es hängt an der Umsetzung in den Mitgliedstaaten. Wenn wir hier pragmatisch vorgehen, kann Europa im globalen Wettbewerb deutlich aufholen.“
31.03.2026Sind Krebserkrankungen bald die häufigste Todesursache in Europa und lösen die Herzkreislauf-Erkrankungen als Killer Nr. 1 ab? Davon geht das renommierte Swedish Institute for Health Economics (IHE) aus. Schon heute ist fast jeder vierte Todesfall in Europa (23 Prozent) auf eine Tumorerkrankung zurückzuführen – Tendenz steigend. Das zeigt: Die Länder müssen ihre Anstrengungen in den Bereichen Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung verstärken. Das Geld wäre gut investiert.
31.03.2026BASF Pharma Solutions hat eine weltweite Preiserhöhung für Hilfsstoffe und ausgewählte pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) bekanntgegeben. Diese Anpassung unterstreicht das Engagement von BASF, trotz steigender globaler Energie- und Rohstoffkosten eine zuverlässige Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten im gesamten Portfolio aufrechtzuerhalten. Die Preiserhöhung von bis zu 20 % tritt sofort oder gemäß bestehender Verträge in Kraft. BASF Pharma Solutions wird die Marktentwicklung weiterhin beobachten und zukünftige Anpassungen gegebenenfalls kommunizieren.
30.03.2026CAR-T-Zelltherapien können das Leben von Menschen mit hochaggressiven Blutkrebserkrankungen auf den Kopf stellen, zunehmend sogar Hoffnung auf Heilung geben. So wie bei Jan Leidecker, der seine bewegende Geschichte auf dem „CAR-T Congress 2026“ des LAWG Deutschland e.V. in Berlin erzählte. Dort kamen Patient:innen und Fachleute aus Medizin, Wissenschaft, Industrie und Kostenträgern zusammen, um über das Potenzial dieser besonderen Behandlungsform zu sprechen. Alle waren sich einig: Im deutschen Gesundheitssystem muss sich einiges ändern, damit die Versorgung besser wird – und die Bundesrepublik beim medizinischen Fortschritt mithält.
Sie sehen Artikel 1561 bis 1570 von insgesamt 23561