04.03.2026Die militärische Eskalation im Nahen Osten kann zu einer weiteren Gefahr für die Arzneimittelversorgung Europas werden. Davor warnt der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und legt mit einem Zehn-Punkte-Plan seiner neuen Sicherheitsstrategie dar, wie die Arzneimittelversorgung resilienter werden kann. „Wir sind in der Arzneimittelversorgung abhängig von Asien, insbesondere von China. Die Sicherheit der Seewege ist deshalb einer der neuralgischen Punkte, um diese Versorgung zu gewährleisten“, erklärt BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen. „Jede politische Krise entlang der Handelsroute zwischen Asien und Europa ist ein Risikofaktor. Die aktuelle Eskalation erhöht das generelle Sicherheitsrisiko dramatisch“, so Joachimsen weiter. „Deutschland und Europa sind in der Arzneimittelversorgung auf solche Krisen nicht ausreichend vorbereitet. Wir sind verwundbar!“
04.03.2026Wer heute über die wichtigsten Innovationsmotoren in der Onkologie nachdenkt, kommt an ihnen nicht vorbei: Antikörper-Wirkstoff-Konjugate; kurz: ADCs. Sie verändern spürbar, wie Krebs behandelt wird, denn sie verbinden die Zielgenauigkeit von Antikörpern mit der Kraft hochpotenter Chemotherapien. Im bayerischen Pfaffenhofen entsteht zurzeit ein Zentrum zu Entwicklung und Herstellung dieser Präparate. Das Ziel: Das Leben von Menschen mit Krebserkrankungen nachhaltig zu verändern.
04.03.2026In nahezu allen Fachgebieten können Forschungsergebnisse auch zu schädlichen Zwecken missbraucht werden. Dabei rücken Fragen der Forschungssicherheit einschließlich möglicher Risiken internationaler Forschungskooperationen zunehmend in den Mittelpunkt. Die DFG und die Leopoldina haben ihre 2020 erstmals veröffentlichten Leitfragen zur ethischen Bewertung sicherheitsrelevanter Forschung entsprechend aktualisiert und um Aspekte der Forschungssicherheit sowie Empfehlungen zur Risikominimierung in Forschungsprojekten ergänzt. Der nun veröffentlichte Leitfaden enthält zudem eine aktualisierte, erweiterte Mustersatzung für die Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung (KEFs). Dies soll die Etablierung und laufende Arbeit der KEFs erleichtern.
04.03.2026Bioxytran, Inc., ein Biotechnologieunternehmen im klinischen Stadium, das Therapeutika auf Kohlenhydratbasis entwickelt, gab die Ergebnisse einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Phase-1b/2a-Studie bekannt, in der orales ProLectin-M bei hospitalisierten Patienten mit leichter bis mittelschwerer COVID-19-Erkrankung durch SARS-CoV-2 untersucht wurde. Die Studie zeigte, dass die höchste untersuchte Dosis von ProLectin-M (16.800 mg/Tag) im Vergleich zu Placebo mit einer statistisch signifikant früheren Viruselimination und einer schnelleren klinischen Besserung bis Tag 5 einherging und gleichzeitig ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil aufwies. Bis Tag 7 wurde in allen Studienarmen eine Viruselimination beobachtet, was der erwarteten natürlichen Ausheilung der Infektion in dieser Population entspricht und darauf hindeutet, dass der Behandlungseffekt mit einer beschleunigten Viruselimination zusammenhängen könnte. Es wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse berichtet, und es kam zu keinen behandlungsbedingten Therapieabbrüchen.
04.03.2026Noch vor Veröffentlichung der Bekanntmachung im Bundesanzeiger hatte SpektrumK am Freitag die erste exklusive Biosimilar-Ausschreibung gestartet. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit den konkreten Angaben zum Inkrafttreten lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell vor. Ausgeschrieben sind Rabattverträge für die Wirkstoffe Epoetin alfa und Epoetin zeta, Teriparatid, Filgrastim, Etanercept sowie Infliximab. Die Wirkstoffe, die für Therapien schwerwiegender Erkrankungen des Blutes und gegen Rheuma eingesetzt werden, werden nun bereits einem Preisdiktat unterworfen, obwohl für die Austauschbarkeit der Arzneimittel die Rahmenbedingungen fehlen.
04.03.2026Bruker Spatial Biology, ein Geschäftsbereich der Bruker Corporation, gab bekannt, dass es seine Zusammenarbeit mit Noetik Inc. ausweiten wird, nachdem diese bereits mehr als 3500 Patientenproben mit dem CosMx® Spatial Molecular Imager (SMI) untersucht haben. CosMx SMI ermöglicht Noetiks Pre-Training und Skalierung von Bio-Fundament-Modellen zur Durchführung komplexer genomweiter Simulationen der Biologie auf menschlicher Zell- und Gewebeebene, um verschiedene therapeutische Anwendungen zu ermöglichen.
04.03.2026Der Geschäftsführer des Göttinger Unternehmens abberior instruments GmbH, Dr. Thorsten Staudt, übergibt seinen Posten an Meiko Fiedler. „Ich bin überzeugt, dass Meiko Fiedler den von Thorsten Staudt eingeschlagenen Weg weitergehen und das Unternehmen, trotz der aktuell vorherrschenden Unsicherheiten auf dem Weltmarkt, sicher und vorausschauend durch die vor uns liegende Phase führen wird“, betont Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell, aus dessen Abteilung am Göttinger Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften abberior instruments ausgegründet wurde.
04.03.2026Die hochwertigen Dentalmaterialien, innovativen Applikationsformen und Behandlungskonzepte der DMG Chemisch-Pharmazeutische Fabrik GmbH aus Hamburg sind in mehr als 80 Ländern bei Zahnärzten und Dentallaboren im Einsatz. DMG steht für Qualität ”Made in Germany” unter anderem bei der innovativen mikroinvasiven Kariesbehandlung ohne Bohren und fand in toolcraft einen zuverlässigen Partner für die Komponentenfertigung.
04.03.2026Um 140 Prozent ist die Zahl der von der Bundesagentur für Arbeit erteilten Arbeitsmarktzulassungen seit 2021 gestiegen - auf gut 521.000 im Jahr 2025. Das ist auch gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Plus von 17 Prozent. "Mit der Arbeitsmarktzulassung schützen wir sowohl für deutsche als auch ausländische Beschäftigte Standards am deutschen Arbeitsmarkt. Durch gleiche Arbeitsbedingungen unterstützen wir die Akzeptanz für Fachkräfteeinwanderung. Rund 99 Prozent der Anträge entscheiden wir binnen 14 Tagen, wenn die Antragsunterlagen vollständig vorliegen. Selbst wenn Unterlagen nachgefordert werden mussten, gelang uns dies in 82 Prozent der Fälle. Bei den komplexen Einreiseverfahren ist die Bundesagentur ein schneller und verlässlicher Akteur, wir sind nicht der Flaschenhals", sagt Vanessa Ahuja, Vorständin für das internationale Geschäft der Bundesagentur.
04.03.2026Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Austauschbarkeit von Fertigarzneimitteln mit biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen in Apotheken ist im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und wird am 1. April 2026 in Kraft treten. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte die Ergänzung der Arzneimittel-Richtlinie um einen neuen § 40c in Abschnitt M nicht beanstandet. Diese Regelungen definieren die Voraussetzungen, unter denen Apotheken ein ärztlich verordnetes Biologikum durch ein preisgünstiges Produkt ersetzen können.
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