
01.12.2025Mumien längst verstorbener Menschen haben immer eine besondere Faszination ausgeübt, denn sie sind eine einzigartige Brücke zur Vergangenheit. Sie bieten einen Einblick in Lebensweisen und Rituale, sie vermitteln kulturelle, biologische und medizinische Informationen. Mit modernen, nicht invasiven Techniken erlangt man weitreichende Erkenntnisse über Krankheiten, Ernährung und Lebensbedingungen vergangener Epochen. Auch das Mikrobiom der Mumien wird inzwischen intensiv erforscht, denn es liefert nicht nur Hinweise auf Krankheiten, sondern auch zur Verbesserung von Konservierungstechniken, um die Funde für die Zukunft zu bewahren.
02.12.2025Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) regelt die Inhalte der gesundheitlichen Versorgung mittels Richtlinien und entscheidet, welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist dafür verantwortlich, den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Betroffene zu untersuchen. Dieser Beitrag berichtet über die Aktivitäten des G-BA und des IQWiG mit Fokus auf den Arzneimittemittelbereich und die Ergebnisse vom Okt.?2025.

03.12.2025Arzneimittel-Lieferengpässe stellen seit den 2010er-Jahren eine wachsende Herausforderung für die Gesundheitsversorgung dar. Diese Studie analysiert 4215 Erstmeldungen zu Lieferengpässen in Deutschland im Zeitraum von 2017 bis 2024. Die Ergebnisse zeigen einen stetigen Anstieg der Engpässe bis 2022; seither stagnieren die Zahlen auf hohem Niveau. Eine signifikante Veränderung seit Inkrafttreten des ALBVVG im Juli 2023 ist nicht erkennbar. Der Median der gemeldeten Engpassdauern ist rückläufig. Seit 2022 betreffen die meisten Engpässe Arzneimittel für das Nervensystem, Antiinfektiva sowie das kardiovaskuläre und alimentäre System. Rund ein Drittel der Meldungen entfällt auf versorgungskritische Wirkstoffe. Insgesamt deutet die Analyse darauf hin, dass eine strukturelle Umkehr des Lieferengpassgeschehens bislang ausbleibt. Eine Stärkung der Lieferketten bleibt dringend erforderlich – nicht zuletzt angesichts wachsender geopolitischer Risiken.
04.12.2025The Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) is one of seven committees of the European Medicines Agency (EMA). Its task is to harmonise the legal and scientific aspects of herbal medicinal products at European level. In addition, the HMPC prepares Community monographs and a Community list of herbal active substances and preparations. This report presents the main results of the 116th to 124th?meeting between March 2024 and July 2025.
05.12.2025Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA) in Amsterdam. Der CHMP ist zuständig für die Nutzen-Risiko-Bewertung der Zulassungsanträge für Humanarzneimittel, die EU-weit zugelassen werden müssen oder sollen. Er verabschiedet positive oder negative Zulassungsempfehlungen (Opinions). Die Koordinierungsgruppe für gegenseitige Anerkennungs- und dezentralisierte Verfahren (CMDh) hingegen koordiniert die Zulassungsverfahren für Arzneimittel in mehreren EU-Mitgliedstaaten sowie die Pharmakovigilanzverfahren. Dieser Beitrag fasst die Ergebnisse der CHMP-Sitzung vom 13.–16. Okt. 2025 und der CMDh-Sitzung vom 14.–15.?Okt. 2025 zusammen.
08.12.2025Der Ausschuss für Orphan-Arzneimittel (Committee for Orphan Medicinal Products, COMP) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA), das die Anträge auf Zuerkennung für die Empfehlung des Orphan-Status für Arzneimittel prüft, die gegen seltene Krankheiten entwickelt werden. Dieser Beitrag fasst die Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 9.–11.?Sept. 2025 zusammen.
09.12.2025Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) ist ein wissenschaftlicher Ausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA). Er überwacht und bewertet die Sicherheit von Humanarzneimitteln in der EU. Dieser Beitrag geht auf die Ergebnisse der PRAC-Sitzung vom 29.?Sept.–2.?Okt.?2025 ein.
10.12.2025Mit ungewöhnlicher Deutlichkeit attestiert der Europäische Rechnungshof der Europäischen Union in seinem Sonderbericht Nr.?19/2025 ein strukturelles Versagen bei der Bewältigung von Arzneimittelengpässen: Die Union verfügt trotz jahrelanger Bemühungen über kein wirksames System zur Vermeidung und Bewältigung von Arzneimittelengpässen.

11.12.2025Ist das Qualitätsrisikomanagement nicht vollständig ausgereift, kann dies schwerwiegende Folgen haben, z. B. wenn ein Logistikdienstleister nicht ausreichend qualifiziert wird und Mängel beim Logistikdienstleister im Rahmen der Qualifizierung übersehen werden. Hinter den Mangelformulierungen steht häufig eine fehlende Nachvollziehbarkeit der tatsächlich vielleicht sogar vorhandenen Gedankenprozesse des inspizierten Unternehmens.
12.12.2025Im Apr. 2025 hat der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA (CHMP) den Entwurf einer vollständig neu gefassten ICH-Richtlinie Q1 zur Stabilitätsprüfung von Wirkstoffen und Arzneimitteln zur öffentlichen Konsultation veröffentlicht (Step 2b). Die Konsultationsfrist lief bis zum 30. Juli 2025. Dieser Leitlinienentwurf wird nach Finalisierung die ICH-Leitlinien Q1A-F und Q5C vollständig ersetzen. Damit geht eine umfassende Harmonisierung der Anforderungen an Stabilitätsstudien einher, die damit auch mit aktuellen wissenschaftlichen und regulatorischen Anforderungen abgeglichen werden. Der Entwurf enthält aktualisierte und umfassende Vorgaben zu den Grundsätzen und allen Aspekten der Stabilitätsprüfung für synthetische und biologische Wirkstoffe und Arzneimittel sowie Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs) und andere Produktgruppen; einschließlich der Stabilität neuartiger Hilfsstoffe und Adjuvantien. Die wichtigsten Aspekte werden in diesem Beitrag zusammengefasst.
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