12.12.2025Der Healthcare- und Life-Sciences-Sektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau an M&A-Aktivität erreicht. Mit mehr als 127 Transaktionen übertraf die Zahl der Deals nicht nur den Rückgang des Jahres 2023 mit 86, sondern auch den bisherigen Spitzenwert von 2022 mit 118. Insgesamt wurden in den vergangenen drei Jahren 331 Transaktionen erfasst. Deutschland führt mit 207 Deals klar vor der Schweiz mit 107 und Österreich mit 17. Das zeigt der aktuelle Healthcare & Life Sciences M&A Transactions Report 2025 von der Unternehmensberatung FTI-Andersch und des Lehrstuhls für Strategisches Management an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
16.12.2025Am Donnerstag, den 27. November 2025, durften wir einen ganz besonderen Meilenstein feiern: die Eröffnung unseres WildLogistikcampus und unserer WildAkademie – ein bedeutendes Ereignis für unser Familienunternehmen und die gesamte Region. In nur 11 Monaten Bauzeit entstanden zusätzliche 20.000 m² Lagerfläche sowie moderne 1.200 m² Arbeits- und Schulungsräume, die höchste Flexibilität und Effizienz bieten.
22.01.2026Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels werden die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem immer sichtbarer. Unternehmen der pharmazeutischen Industrie haben den Handlungsbedarf erkannt und setzen seit einigen Jahren ambitionierte und innovative Maßnahmen zum Klimaschutz um. Um für die Gesellschaft und Wirtschaftsteilnehmer gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen und ökologischen Lösungen einen Vorteil zu verschaffen, hat die europäische Politik mit großer Mehrheit die Green-Deal-Gesetzgebungen verabschiedet. Damit Wirtschaft und Nachhaltigkeit nicht gegeneinander ausgespielt werden, müssen bestehende Fehler behoben und bürokratische Anforderungen überarbeitet werden, die keinen zusätzlichen Nutzen liefern.
23.01.2026Arzneimittel- und Kosmetikrückstände gelten laut EU-Kommission als Hauptquelle von Mikroschadstoffen im Abwasser und machen eine 4. Reinigungsstufe erforderlich. Die Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) bringt dafür einen Paradigmenwechsel für Hersteller von Arzneimitteln und Kosmetika – die sog. erweiterte Herstellerverantwortung: Erstmals sollen Hersteller die Kosten für die Entfernung dieser Stoffe größtenteils tragen. Neu ist dabei v. a., dass die Kostentragungspflicht im Umwelt- und nicht im spezielleren Arzneimittel- bzw. Kosmetikrecht zu finden ist. Der Beitrag verortet die Kostenverantwortung im Spannungsfeld zwischen Umweltrecht, Arzneimittelregulierung und Preisrecht. Damit wird über die Compliance-Anforderungen hinaus das System hinter KARL dargestellt – als Ausgangspunkt für fundierte Risikoanalysen pharmazeutischer Unternehmen inmitten eines regulatorischen Wandels.
12.12.2025Am 10. Oktober hat die Europäische Kommission die langerwartete Studie des Joint Research Centre (JRC) zu den Kosten und Folgen der erweiterten Herstellerverantwortung der Kommunalabwasserrichtlinie vorgestellt. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass sich die europaweiten Kosten der erweiterten Herstellerverantwortung unter Betrachtung der Inflation und neuerer Daten ähnlich zu den Schätzungen des Impact Assessment aus dem Jahr 2022 verhalten werden. So geht die Kommission in der Studie europaweit von 1,48 - 1,8 Milliarden Euro Kosten pro Jahr bis 2045 aus. Pharma Deutschland kritisiert die Studie der Kommission als doppelt falsch.
26.01.2026Der aktuelle Gesetzentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes sieht strengere Regelungen für die Verschreibung und Abgabe von Medizinal-Cannabis vor, darunter einen verpflichtenden, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt und den Ausschluss des Versandhandels. Diese Maßnahmen werden mit Defiziten bei der Patientensicherheit und Versorgungsqualität begründet, stoßen jedoch auf Kritik, da sie die Chancen, die Telemedizin und Arzneimittelversandhandel bieten, nicht ausreichend berücksichtigen. Statt pauschaler Verbote werden differenzierte, an bestehende Standards angelehnte Lösungen vorgeschlagen, um eine hochwertige und patientennahe Versorgung sicherzustellen.

27.01.2026Anlagensteuerungen dienen dazu, wiederkehrende Prozesse zu automatisieren. Je nach Einsatzzweck und Komplexität des Systems kommen unterschiedliche Methoden der Anlagensteuerung zum Einsatz. Üblicherweise werden heute Anlagen mit Mikroprozessorsteuerungen sowie speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) verwendet.

28.01.2026Mit der Zunahme virtueller Inspektionen werden papierbasierte Prozesse zur Herausforderung. Die manuelle, sequenzielle Dokumentation ist ineffizient, birgt Risiken für die Datenintegrität und erschwert die für Industrie 4.0 essenzielle Datenverfügbarkeit in Echtzeit. Als Option etablieren sich softwaregestützte Lösungen mit Funktionen wie elektronische Formulare und automatische Trace Matrix. Diese führen zu Effizienzsteigerung und sind Voraussetzung für schlanke Anlagenkonzepte (z.?B. Fleet). Die Vorteile sind systemisches Lernen durch Standardvorlagen, unmittelbare Dokumentenverfügbarkeit und parallele Arbeitsabläufe. Die elektronische Dokumentation minimiert Dokumentationsfehler und sichert Datenintegrität. Zukünftig sind Künstliche-Intelligenz(KI)-gestützte Testpläne und die Einbindung von Lieferanten für effizientere Qualifizierungsprozesse wesentlich. Damit überwiegt der Nutzen die Kosten für den Aufwand der Implementierung.

29.01.2026Die Porosität von Tabletten bestimmt maßgebend deren mechanische Stabilität sowie den Massentransport des Freisetzungsmediums in die Tablettenmatrix. Letzterer ist in vielen Fällen entscheidend für den Zerfall und somit für die Auflösungsgeschwindigkeit sowie Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs bei der Einnahme. Trotzdem wird die Porosität nur selten während der Herstellung kontrolliert – nicht zuletzt, weil herkömmliche Methoden kontaktbasiert und zeitaufwendig sind und sich somit nicht als Routinemethode in der Prozessanalyse eignen. Die Terahertz-Zeitbereichsspektroskopie (engl. terahertz time-domain spectroscopy, THz-TDS) ermöglicht eine schnelle und nichtdestruktive Bestimmung der Porosität durch Korrelation mit dem Brechungsindex von Tabletten im Terahertz-Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Dieser Beitrag zeigt die Entwicklungen der letzten 2?Jahrzehnte bis zum aktuellen Stand und die zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten von THz-TDS als prozessanalytische Technologie zur Porositätskontrolle.
30.01.2026Sterile Biopharmazeutika werden unter strenger mikrobiologischer Kontrolle hergestellt. Ein zentrales Element ist die Vermeidung mikrobieller Kontaminationen, insbesondere bei der Zellkultivierung. Adventive Agenzien können durch kontaminierte Rohstoffe oder unzureichende Prozesskontrolle eingetragen werden. Im 1.?Teil dieses 2-teiligen Beitrags werden die seit Jahrzehnten für den Nachweis von adventiven Agenzien verwendeten Methoden, wie wachstumsbasierte mikrobiologische Verfahren, In-vitro-Zellkulturassays oder In-vivo-Assays (Tierversuche) beschrieben. In den letzten Jahren werden jedoch vermehrt molekularbiologische Methoden eingesetzt. Die in 2024 vom International Council for Harmonisation (ICH) publizierte, revidierte Richtlinie Q5A unterstützt die Nutzung dieser modernen Nachweisverfahren als Ersatz für die bislang noch häufig verwendeten In-vivo-Assays. Der 2.?Teil des Beitrags beschreibt wesentliche Änderungen in der Europäischen Pharmacopöe hinsichtlich des Nachweises von adventiven Agenzien, insbesondere unter Nutzung moderner molekularbiologischer Methoden.
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