06.02.2026Die Schweiz gilt seit Jahrzehnten als eine der weltweit führenden Life-Sciences-Nationen. Forschung, Entwicklung und Produktion pharmazeutischer Innovationen sind hier nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern Fundament des Wohlstands. Doch dieses Erfolgsmodell steht zunehmend unter Druck. Politischer Kostendämpfungsdrang, regulatorische Hürden und geopolitische Spannungen gefährden den Produktions- und Forschungsstandort sowie die Versorgungssicherheit.

09.02.2026Mikrobiologische und gentechnische Forschungen haben den Menschen in die Lage versetzt, die Genome von Organismen, darunter auch Erreger von Infektionskrankheiten, gezielt zu verändern. Man kann bestimmte Gene ausschalten, was im Normalfall zum Verlust einer Eigenschaft führt (Loss-of-Function), man kann aber auch zusätzliche Gene einführen und so neue oder veränderte Eigenschaften erzeugen (Gain-of-Function). Bei pathogenen Mikroorganismen kann es sich dabei um eine veränderte (erhöhte oder niedrigere) Infektiosität handeln, um veränderte Krankheitsverläufe oder Letalität oder auch um ein größeres Wirtsspektrum. Daraus kann man wertvolle Informationen zur effektiveren Bekämpfung solcher Erreger ziehen, aber auch neue gefährliche Biowaffen erzeugen. Was überwiegt – Nutzen oder Schaden?
10.02.2026Das 33. BVMA-Symposium versammelte fast 300 Fachteilnehmer im Holiday Inn Munich-City Centre. Schon beim Vorabend-Get-Together wurden in entspannter Atmosphäre Kontakte geknüpft. Dr. Yvonne Rollinger verabschiedet sich nach langjährigem Wirken im BVMA-Vorstand in den Ruhestand, neu im Vorstand sind Ninon Armbrust und Dr. Marc Rohde, die das bewährte Team um Ralf Freese und Martin Krauss verstärken. Das Ziel bleibt: Deutschland als führenden Standort für klinische Studien stärken – für Versorgungssicherheit, gebündeltes Fachwissen und höhere Wertschöpfung. Hebel sind u. a. „föderierte“ Effizienz, Digitalisierung und Aufklärung, wie z. B. durch die Kampagne „STUDIEN WIRKEN“. Translationslücken müssen geschlossen werden, damit Ideen schneller ans Krankenbett gelangen. Der BVMA begleitet die Umsetzung des Medizinforschungsgesetzes (MFG) und Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) weiterhin kritisch. Gemeinsam wollen wir Chancen nutzen und Deutschland wieder zum starken Studienstandort machen.
11.02.2026Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) regelt die Inhalte der gesundheitlichen Versorgung mittels Richtlinien und entscheidet, welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlt werden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist dafür verantwortlich, den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Betroffene zu untersuchen. Dieser Beitrag berichtet über die Aktivitäten des G-BA und des IQWiG mit Fokus auf den Arzneimittemittelbereich und die Ergebnisse von Dez.?2025.
12.02.2026Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA) in Amsterdam. Der CHMP ist zuständig für die Nutzen-Risiko-Bewertung der Zulassungsanträge für Humanarzneimittel, die EU-weit zugelassen werden müssen oder sollen. Er verabschiedet positive oder negative Zulassungsempfehlungen (Opinions). Die Koordinierungsgruppe für gegenseitige Anerkennungs- und dezentralisierte Verfahren (CMDh) hingegen koordiniert die Zulassungsverfahren für Arzneimittel in mehreren EU-Mitgliedstaaten sowie die Pharmakovigilanzverfahren. Dieser Beitrag fasst die Ergebnisse der CHMP-Sitzung vom 8.–11.?Dez. 2025 und der CMDh-Sitzung vom 9.–11.?Dez. 2025 zusammen.
13.02.2026Der Ausschuss für Orphan-Arzneimittel (Committee for Orphan Medicinal Products, COMP) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA), das die Anträge auf Zuerkennung für die Empfehlung des Orphan-Status für Arzneimittel prüft, die gegen seltene Krankheiten entwickelt werden. Dieser Beitrag fasst die Ergebnisse der Ausschusssitzung vom 7.–8. Okt. 2025 zusammen.
16.02.2026Der Ausschuss für Kinderarzneimittel (Paediatric Committee, PDCO) ist ein wissenschaftliches Gremium der EMA, das die eingereichten pädiatrischen Prüfkonzepte (Paediatric Investigation Plan, PIP) bzw. die Freistellungsanträge von PIP (Waiver) bewertet. Im weiteren Verlauf prüft er, ob alle Studien gem. PIP tatsächlich durchgeführt wurden (Compliance Check). Dieser Beitrag fasst die Empfehlungen des PDCO aus der Sitzung vom 14.–17. Okt. 2025 zusammen.
17.02.2026Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) ist ein wissenschaftliches Gremium der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA). Er überwacht und bewertet die Sicherheit von Humanarzneimitteln in der EU. Dieser Beitrag informiert über die Ergebnisse der PRAC-Sitzung vom 24.–27.?Nov.?2025.
18.02.2026Projektverzögerungen verursachen in Investitionsprojekten der Pharmaindustrie oft immense wirtschaftliche Schäden – durch direkte Mehrkosten ebenso wie durch entgangene Umsätze infolge verspäteter Anlagenverfügbarkeit. Dennoch werden Verzögerungen von wenigen Tagen im Projektalltag oft ignoriert oder toleriert. Wiederholen sich solche Mikro-Latenzen, summieren sie sich zu Wochen oder gar Monaten Verzug mit wirtschaftlichen Schäden im Millionenbereich. Der Beitrag beleuchtet das Projektaudit als wirkungsvolles Instrument zur Qualitätssicherung im Projektmanagement. Auf Basis praktischer Erfahrungen werden typische Fehlerquellen im Projektverlauf identifiziert und ein strukturiertes Vorgehen zur Auditdurchführung beschrieben. Der Nutzen reicht von verbesserter Zusammenarbeit bis zu signifikanten Kosteneinsparungen. Projektaudits sollten somit nicht als bürokratische Belastung, sondern als strategische Chance zur professionellen Projektsteuerung gesehen werden.

19.02.2026Der Entwurf der Q1-Leitlinie ist durchgängig von der Anwendung der ICH-Q9-Grundsätze des Risikomanagements geprägt, die bei sämtlichen Entscheidungsprozessen heranzuziehen und entsprechend zu begründen sind. Zudem folgt die Leitlinie konsequent dem Lebenszyklusansatz, weshalb sie ausdrücklich nur in ihrer Gesamtheit betrachtet werden soll. Im Folgenden werden die neuen Anforderungen detailliert dargestellt.
Sie sehen Artikel 21381 bis 21390 von insgesamt 23368