04.11.2026Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) erwartet für 2027 einen Anstieg der Arzneimittel-Nettokosten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um 2,2 bis 2,8 Prozent. Damit dürfte sich das Ausgabenwachstum unter dem Einfluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (GKV-BStabG) vorübergehend deutlich abschwächen. Insbesondere der zusätzliche Herstellerabschlag soll die Krankenkassen um knapp 2,5 Milliarden Euro entlasten. Wie groß diese Entlastung tatsächlich ausfällt, hängt von den Ausnahmen im Rahmen der Standortklausel und ihrer Finanzierung ab. Unabhängig davon bleiben die strukturellen Ursachen stark steigender Arzneimittelausgaben bestehen. Das WIdO sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf bei der Preisbildung neuer Arzneimittel - auch unter dem wachsenden internationalen Druck durch die US-Arzneimittelpolitik.
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