04.09.2026Die Realisierung einer Produktionsanlage dauert von der Bestellung bis zur Vorabnahmefähigkeit durchschnittlich 12 Monate oder länger. Je nach Branche, Komplexität und Automatisierungsgrad sowie dem Anteil integrierter Fremdfabrikate kann insbesondere die Inbetriebnahme einschließlich Validierung und Qualifizierung einen erheblichen Kosten- und Zeitfaktor darstellen. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft zwischen Aumann und ViscoTec wurden gezielt Synergien realisiert. Durch die Standardisierung der Dosierprozesse innerhalb des A-PRO-Baukastens kann Aumann die Lieferzeiten von Produktionslinien mit integrierter Dosierzelle um bis zu 50 % verkürzen.
04.09.2026Pharma Deutschland begrüßt die Schlussanträge von Generalanwältin Juliane Kokott im Klageverfahren Polens gegen die Kommunalabwasserrichtlinie. Mit ihrem Votum stellt Kokott die rechtliche Grundlage für die einseitige Finanzierungspflicht von Herstellern bestimmter Produktgruppen infrage. Die angegriffenen Regelungen verpflichten Hersteller von Humanarzneimitteln und kosmetischen Mitteln dazu, einen maßgeblichen Anteil der Kosten für zusätzliche Reinigungsstufen in kommunalen Abwasseranlagen zu tragen. Aus Sicht von Pharma Deutschland bestehen erhebliche Zweifel daran, dass diese pauschale Belastung mit den unionsrechtlichen Anforderungen vereinbar ist.
04.09.2026Huitlacoche oder „mexikanischer Trüffel“ gilt als Delikatesse. Eine, die schon die Azteken zu schätzen wussten. Dabei ist Huitlacoche vor allem eins: eine Plage, hierzulande als Maisbeulenbrand bekannt. Der Pilz Ustilago maydis befällt Maispflanzen, bildet dabei an Kolben, Stängeln und Blättern typische Wucherungen und verursacht hohe Ernteausfälle. Welche Strategien der Pilz nutzt, um sich in seinen Wirt einzunisten, erforschte die Mikrobiologin Regina Kahmann. Für diesen und weitere herausragende Beiträge zu ihrem wissenschaftlichen Lebenswerk verleiht ihr die Leopoldina die Cothenius-Medaille 2026.
04.09.2026Wenn Sie die Automatisierung des internen Palettentransports in Betracht ziehen, sind Sie wahrscheinlich schon auf die Debatte gestoßen: AGV oder AMR? Hier beginnen die meisten Unternehmen ihre interne Forschung – und theoretisch scheint das ein guter Ausgangspunkt zu sein: Welche Technologie ist besser? Welcher Roboter ist intelligenter? Welche Lösung bringt uns unserem Ziel näher?
04.09.2026Durch die Zusammenarbeit erweitert Bürklin sein Portfolio um die innovativen Hard- und Softwarelösungen von Arduino und bietet Kunden damit einen noch breiteren Zugang zu modernen Entwicklungs-, Embedded- und AI-Technologien.
04.09.2026Zur Fortsetzung des Pharmadialogs und die Diskussion um AMNOG 2.0 erklärt der BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen: „Kritik am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) ist mehr als berechtigt. Gleichwohl ist es ein positives Signal, wenn sich das Bundesgesundheitsministerium jetzt mit erforderlichen Änderungen am AMNOG beschäftigt. Der BPI unterstützt das und wirkt daran mit. Wir müssen das AMNOG gemeinsam weiterentwickeln, und bürokratische Belastungen im Verfahren abbauen. Allerdings dürfen die Gespräche und Verhandlungen darüber die Folgen der US-amerikanischen Pharmapolitik sowie des BStabG nicht ausblenden. Die dort beschlossenen Sparmaßnahmen stehen in einem deutlichen Spannungsverhältnis zur langfristigen Sicherung von Innovation und Patientenzugang. Es wird deshalb nicht ausreichen, AMNOG-Anpassungen zu diskutieren, während sich die Rahmenbedingungen für Markteinführung und Verfügbarkeit von Innovationen verschlechtern.
04.09.2026Pharma Deutschland begrüßt die Bereitschaft, im Dialog eine überfällige Harmonisierung im AMNOG anzugehen. Zugleich mahnt der Verband, die negativen Auswirkungen des GKV-BStabG auf Versorgung, Innovationsstandort und Investitionen in neue Therapien nicht aus den Augen zu verlieren. Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden zuletzt drastische Sparmaßnahmen beschlossen. Instrumente, wie der erhöhte Herstellerrabatt, zusätzliche Rabattverträge für patentgeschützte Arzneimittel sowie die Verschärfung der Preis-Mengen-Regelungen im AMNOG stellen die bisherige nutzenbasierte Preisfindung in Frage und erhöhen das Versorgungsrisiko, bremsen Innovationen in Forschung und Entwicklung und gefährden langfristig notwendige Innovationen am Standort Deutschland.
04.09.2026Der Pharma- und Medizintechnikdialog geht weiter – noch in diesem Jahr sollen seine Ergebnisse in eine Strategie münden, die die Rahmenbedingungen für beide Branchen am Standort Deutschland verbessert. Wird daraus mehr als Symbolpolitik? Dafür müsste die Bundesregierung ihre industriepolitischen Ambitionen mit ihrer tatsächlichen Politik in Einklang bringen – und konterkarierende Spargesetze sowie aktuelle US-Arzneimittelpolitik nicht einfach ausblenden.
04.09.2026Ein wichtiger Etappensieg im Streit um die erweiterte Herstellerverantwortung bei der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL): Die Generalanwältin im Verfahren der Republik Polen gegen die Kommunalabwasserrichtlinie hat dafür plädiert, die vorgesehene Finanzierung der zusätzlichen Klärstufe für nichtig zu erklären.
04.09.2026Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat im zweiten Quartal wegen externer Sondereffekte erwartungsgemäß zugelegt: Die Produktion lag 2,4 Prozent höher als im Vorquartal. Der Branchenumsatz legte erstmals seit über drei Jahren wieder spürbar zu: Er stieg um 7,3 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro. Dazu trug eine leichte Belebung der Industriekonjunktur bei. Entscheidend waren aber die Sondereffekte: In den vergangenen Monaten stockten viele Unternehmen angesichts des Nahostkonflikts ihre Lager auf. Zudem verursachte der Konflikt zeitweise schwere Lieferkettenprobleme bei der Konkurrenz aus Asien und dem Nahen Osten – zum Vorteil einiger deutscher und europäischer Hersteller.
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