08.08.2025Trotz Milliardenklagen wegen des Unkrautvernichters Glyphosat stimmen die Aussichten im Arzneimittelbereich den Bayer-Konzern positiv. Die jüngst gute Entwicklung der Pharmasparte stimmt Bayer zuversichtlicher für 2025. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern erwartet für 2025 nun auf wechselkursbereinigter Basis einen Umsatz von 46 bis 48 Milliarden Euro sowie ein um Sondereinflüsse bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 9,7 bis 10,2 Milliarden Euro. Das teilte der Konzern am späten Donnerstagabend mit. Das sind beim Umsatz am oberen und unteren Ende der Spanne je eine Milliarde Euro mehr und beim operativen Ergebnis jeweils 200 Millionen Euro mehr als bisher.
08.08.2025Ob Halbleiterfertigung oder andere spezielle Fertigungsverfahren – Reinräume sichern Qualität und Sicherheit. Doch ihre Umsetzung ist komplex und der Betrieb energieintensiv. Um die Leitlinien für Planung und Betrieb von Reinräumen auf den neuesten Stand zu bringen, legt der VDI jetzt neue Entwürfe der Richtlinien VDI 2083 Blatt 4.1 und Blatt 4.2 vor.
08.08.2025Die PL BioScience GmbH, ein deutsches Life-Science-Unternehmen, das auf die Herstellung und Entwicklung von humanem Thrombozytenlysat (HPL) für die Zellexpansion spezialisiert ist, gab eine erhebliche Erweiterung ihres Standorts und ihrer zukünftigen Produktionskapazitäten bekannt, um der schnell steigenden globalen Nachfrage nach sicheren, tierversuchsfreien Zellkulturmedien nachzukommen. Der neue Hauptsitz in Aachen bietet mehr als 1.200 m² Nutzfläche mit speziellen Produktions- und Lagerbereichen sowie Büroräumen, um das weitere Wachstum des Unternehmens zu unterstützen. Durch die Erweiterung wird das Unternehmen bis zu 20.000 Liter HPL in GMP-Qualität pro Jahr produzieren können und positioniert sich damit als weltweit größter Anbieter von HPL-Produkten. Gleichzeitig werden dadurch weitere hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region geschaffen.
08.08.2025100 Tage nach ihrer bundesweiten Einführung (am 29. April) gewinnt die elektronische Patientenakte (ePA) nur langsam an Bedeutung. Eine Befragung der dpa bei der Techniker Krankenkasse (TK), den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) und der Barmer hatte ergeben, dass nur 1,2 Millionen von 44 Millionen angelegten Akten von den Versicherten aktiv genutzt werden. Diesen Trend bestätigt eine von Pharma Deutschland in Auftrag gegebene repräsentative Civey-Umfrage: Über 75 Prozent der Befragten gaben an, die ePA zu kennen – ein Wert, der bereits seit April 2025 nahezu unverändert bei 74 Prozent liegt. Zwar ist der Anteil der tatsächlichen Nutzenden Personen in den vergangenen 100 Tagen von 11,9 auf 16,2 Prozent gewachsen, bleibt aber damit weiter auf einem insgesamt niedrigen Niveau.
08.08.2025Es ist ein Zielkonflikt: Auf der einen Seite wird „der medizinisch-technische Fortschritt – zum Beispiel bei neuen Krebsmedikamenten oder Gentherapien – für immer mehr Patient:innen innovative Arzneimittel hervorbringen“, so der Sachverständigenrat für Gesundheit und Pflege (SVR) in seinem jüngsten Gutachten. Auf der anderen Seite werden die dafür einzusetzenden Mittel knapper: Großer Fortschritt trifft auf Endlichkeit der Ressourcen. Droht gar eine „Überforderung des Systems“ (O-Ton SVR)? Die Frage, ob es in Zukunft diesen Fortschritt auf diesem Niveau noch geben kann, erscheint als der nächste logische Schritt. Aber das ist sie nicht – und sie zu diesem Zeitpunkt zu stellen ist verantwortungslos: Denn Geld ist da. Es wird aber nicht effizient verteilt.
08.08.2025Künstliche Proteine gezielt mit einzigartigen Eigenschaften herstellen – das ist möglich mithilfe einer neuartigen Methode, die ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. Dr. Dominik Niopek am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Universität Heidelberg entwickelt hat. Im Zentrum steht dabei ein neues KI-Modell. Damit lässt sich vorhersagen, wie zwei Proteine aus Einzelteilen – den Untereinheiten – auf molekularer Ebene zusammengefügt werden müssen, um ein funktionales und regulierbares neues Protein zu erzeugen. Dieses als ProDomino bezeichnete Open-Source-Werkzeug eröffnet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Biotechnologie und der Medizin.
08.08.2025In dieser Beitragsserie wird über die Aktivitäten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) berichtet. Im Fokus dieses Beitrags stehen die Ergebnisse aus Juni?2025.
07.08.2025Kuros Biosciences, ein führendes Unternehmen im Bereich innovativer Biotechnologie, gab diese Woche den Abschluss der ersten US-Fälle mit dem neuen MagnetOs ™ MIS Delivery System bekannt – einem sterilen, vorgefüllten Einweg-Fallsystem für minimalinvasive Eingriffe (MIS) an der Wirbelsäule. Nach der FDA 510(k)-Zulassung des MagnetOs™ MIS Delivery Systems im Mai markieren diese ersten Fälle einen wichtigen Meilenstein für die Erweiterung des Zugangs von Chirurgen zu einem optimierten Ansatz für die Transplantatimplantation.
07.08.2025Endress+Hauser ist nun alleiniger Eigentümer des Software-Unternehmens CodeWrights GmbH mit Sitz in Karlsruhe. Der Schweizer Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik übernahm mit Wirkung vom 1. Juli 2025 die restlichen 33 Prozent der Anteile vom Sensor- und Elektronikhersteller Pepperl+Fuchs. Seit 2002 hielt Endress+Hauser zwei Drittel der Anteile, während Pepperl+Fuchs das verbleibende Drittel besaß. CodeWrights, 2002 als Joint Venture von Endress+Hauser und Pepperl+Fuchs gegründet, beschäftigt knapp 50 Mitarbeitende. Als Dienstleister entwickelt das Unternehmen kundenspezifische Software-Lösungen für Hersteller von Mess- und Automatisierungstechnik – beispielsweise Apps und Cloud-Anwendungen, Software für die industrielle Automatisierung oder embedded Software, wie sie in Geräte integriert wird. Damit erwarb sich CodeWrights einen Ruf als zuverlässiger Softwarepartner und erzielte profitables Wachstum.
07.08.2025Der Fortschritt in der medikamentösen Behandlung der Nervenerkrankung Multiple Sklerose (MS) ist so rasant, dass die Wissenschaft hofft, sie eines Tages heilen zu können. Seit dem ersten wirksamen Medikament vor über 30 Jahren stehen Menschen mit MS heute rund 20 krankheitsmodifizierende Substanzen zur Verfügung. Und die Forschungspipelines der Pharmaunternehmen sind gut gefüllt.
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