07.07.2020Jeder Körper reagiert nach dem Impfen anders / Im Rennen um sogenannte mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus gibt es derzeit noch kaum Informationen über mögliche Nebenwirkungen. Da es noch keinen zugelassenen mRNA-Impfstoff für Menschen gebe, sei die Frage nach Nebenwirkungen eine der ganz wichtigen, die jetzt mit den laufenden klinischen Prüfungen geklärt werde, hieß es vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das unter anderem für die Genehmigung von Arzneimitteln zuständig ist. Dass Menschen nach Impfungen vorübergehende Nebenwirkungen verspüren, sei im Allgemeinen normal, sagte der Geschäftsführer Forschung des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (VFA), Siegfried Throm. «Impfungen trainieren den Körper, ehe echte Erreger eindringen.» Dafür würden bei den herkömmlichen Impfstoffen geringe Mengen von Erregerbestanteilen oder abgeschwächten Viren gespritzt oder als Schluckimpfung verabreicht. Der Körper versuche, die Eindringlinge abzuwehren. Bei vielen Menschen rufe die eigentlich erwünschte Abwehrreaktion die Symptome hervor.

07.07.2020Das Kerngeschäft des neuen bundesweit agierenden GDP-Netzwerks fokussiert sich auf temperaturgeführte Stückgut-Transporte – vom Paket bis zur Palette. 2019 entstand die Idee eines Pharma-Netzwerkes, 2020 setzen die kooperierenden Unternehmen aus der Logistik mit ihrem Markteintritt das Konzept in die Tat um. / Zehn Anteilseigner haben die GDP network solutions GmbH mit Sitz in Biebesheim am Rhein gegründet. Geschäftsführer Jürgen Oetzel: „Alle beteiligten Unternehmen, inklusive unserer externen Partner, garantieren eine lückenlose Temperaturführung auf der Basis einer innovativen IT-Infrastruktur – und das flächendeckend für die gesamte Bundesrepublik.“ Bei der Distribution von Pharmaprodukten erfüllt GDP network solutions alle gesetzlichen Vorgaben der GDP-Richtlinie zur Good Distribution Practice und verfügt über die entsprechenden Zertifikate. Partnerübergreifend haben die Anforderungen an Qualität und Sicherheit höchste Priorität.
07.07.2020Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat sich in den USA im Zusammenhang mit Vorwürfen unzulässiger Zahlungen an Ärzte außergerichtlich auf eine Millionenstrafe geeinigt. Im Rahmen der Vereinbarung mit den US-Behörden würden 678 Millionen US-Dollar (603 Mio Euro) gezahlt, wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilte. / Novartis löst bestehende Rechtsstreitigkeiten bezüglich bestimmter Veranstaltungen mit Vorwürfen unzulässiger Zahlungen an Ärzte in Amerika. Parallel wird das Unternehmen seitens der Geschäftsführung neu positioniert – die digitalen Engagement-Technologien der nächsten Generation sind vollständig skaliert worden. Novartis seinen Ansatz zur medizinischen Peer-to-Peer-Ausbildung weiterentwickeln und umstrukturieren.
07.07.2020Eigentlich ist Attila Hildmann ein deutscher Autor für vegane Kochbücher. Doch seit der Coronakrise zeigt er sich in der Öffentlichkeit vor allem als Verbreiter von Verschwörungsideologien rund um das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Was dieser Mann und SARS-CoV-2 gemeinsam haben? Beide stärken die Impfbereitschaft. Warum das so ist, wurde auf einer digitalen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in München deutlich. / „Es bewegt sich etwas in Europa und in Deutschland: Impfen steht im Bewusstsein vieler Menschen ganz oben“ – so die zentrale Aussage der Ministerialdirektorin Ruth Nowak vom Bayerischen Gesundheitsministerium.
07.07.2020Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals eine Spiele-App als Medizinprodukt für das kognitive Training von Kindern mit ADHS zugelassen. Die App „AKL-T01“ soll vor allem die Aufmerksamkeit der Kinder verbessern. / Bisher war die Evidenz von digitalen Trainingsmethoden zur Verbesserung der Kognition eher gering. Anfang des Jahres wurde dann die erste Studie mit hoher Evidenz im Fachjournal „The Lancet Digital Health“ veröffentlicht: Die „Software Treatment for Actively Reducing Severity of ADHD“ (STARS-ADHD) stellt daher die Grundlage für die aktuelle Zulassung der Spiele-App dar.
07.07.2020Meilenstein in der Hörforschung / Herkömmliche Hörprothesen, sog. Cochlea-Implantate (CI), regen den Hörnerv hochgradig schwerhöriger oder tauber Menschen mittels elektrischen Stroms an. Die Qualität dieses künstlichen Hörens ist jedoch weit entfernt von der Qualität natürlichen Hörens. Dies zeigt sich vor allem an einem schlechten Sprachverständnis in Umgebungen mit Hintergrundgeräuschen. Auch die Musikwahrnehmung ist deutlich eingeschränkt. Eine grundlegende Verbesserung des Hörens mit einem Cochlea-Implantat könnte in Zukunft erreicht werden, wenn es gelingt, den Hörnerv zielgenau mit Licht zu reizen. Da sich Licht – im Vergleich zu elektrischem Strom – besser räumlich eingrenzen lässt, würde es eine präzisere Anregung des Hörnervs ermöglichen.
07.07.2020In der Industrie werden gasförmige Kohlenwasserstoffe, wie Ethan und Methan, häufig in Moleküle umgewandelt, die als Bausteine für Pharmazeutika und Agrochemikalien dienen können. Diese Prozesse finden typischerweise bei hohen Temperaturen und Drücken statt und können auch große Mengen an Schadstoffen produzieren. Forscher der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) haben eine neue Methode zur sofortigen Umwandlung gasförmiger, leichtgewichtiger Kohlenwasserstoffe in komplexere Moleküle bei Raumtemperatur und niedrigem Druck entwickelt, bei der die Moleküle in Gegenwart eines geeigneten Katalysators mit Licht beleuchtet werden. Bemerkenswert ist, dass dieses neue Verfahren schneller ist und zu wenig oder keinem Materialabfall führt. Diese Arbeit wurde in Science veröffentlicht.
07.07.2020Arcus Biosciences, Inc., an oncology-focused biopharmaceutical company working to create best-in-class cancer therapies, today announced that Bob Goeltz will join Arcus as Chief Financial Officer on August 1, 2020. Mr. Goeltz is a proven financial leader with substantial operational experience in both large and small cap biopharmaceutical company environments. “Following the recent announcement of our 10-year collaboration with Gilead and successful $348 million financial offering, combined with our growing portfolio of programs, I am confident Bob will play an integral role in advancing Arcus through our next phase of growth towards commercialization and beyond,” said Terry Rosen, Ph.D., Chief Executive Officer of Arcus. “Bob’s experience in navigating the strategic and operational decisions necessary to transition the opportunities derived from an intense, deep and innovative R&D effort through the commercialization process to broadly benefit patients will be central to Arcus’s future success. With the potential to have three molecules in registrational studies in 2021, a prolific discovery team and a uniquely enabling and nascent alliance with Gilead, Bob joins Arcus at a seminal inflection point, with the opportunity to make Arcus’s vision of creating, developing and commercializing innovative and curative therapies for cancer a reality.”
07.07.2020Gezielte Hirnstimulation gegen Zwangsstörungen / Einer Forschungsgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, die tiefe Hirnstimulation als Therapie bei Zwangsstörungen noch weiter zu verfeinern. Das Team bestimmte die genaue Position der Stimulationselektroden im Gehirn von Patienten und konnte so einen präzisen Fasertrakt identifizieren, der mit optimalen klinischen Ergebnissen bei der Hirnstimulation zusammenhängt. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse könnte die Zwangsstörung künftig zuverlässiger und effektiver behandelt werden, wie jetzt im Fachmagazin Nature Communications* beschrieben ist. Bei einer Zwangserkrankung erleben Betroffene einen Drang, bestimmte Dinge zu tun oder zu denken, dem sie willentlich nur schwer oder gar nicht widerstehen können. Solche Zwangshandlungen und Zwangsgedanken betreffen über zwei Prozent der Bevölkerung und stellen eine starke Beeinträchtigung des täglichen Lebens dar. Eine Behandlungsmöglichkeit in schweren Fällen ist die sogenannte tiefe Hirnstimulation, die auch bei anderen Erkrankungen wie dem Parkinson-Syndrom angewendet wird. Dafür werden feine Elektroden in tief gelegene Hirnstrukturen implantiert und senden dort sehr schwache elektrische Signale aus, um die gestörte Hirnaktivität ins Gleichgewicht zu bringen. Die Stimulation verschiedener Bereiche, so etwa eines Fasertrakts der sogenannten internen Kapsel oder des subthalamischen Kerns, kann in einigen Fällen die klinischen Symptome verbessern. Um Erfolge zu erzielen, ist jedoch eine auf Millimeter genaue Platzierung der Elektroden wichtig. Das optimale Zielgebiet für die Hirnstimulation bei Zwangserkrankungen war bisher nicht genau bekannt.
07.07.2020Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken / Corona-Patienten werden im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Studie ab sofort nicht mehr mit Lopinavir/Ritonavir behandelt, das gegen HIV entwickelt worden war. Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken, betonte eine WHO-Sprecherin in Genf. Vielmehr habe sich gezeigt, dass die Mittel bei den Patienten praktisch keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hatten. Dasselbe gelte für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das Ende der Tests damit hatte die WHO schon am 17. Juni angekündigt. Hydroxychloroquin war in den Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte. Es gehe nur um die Tests bei schwer kranken Patienten, die wegen der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, betonte die WHO. Andere mögliche Tests solcher Mittel etwa zur Verbeugung gegen eine Erkrankung seien nicht betroffen.
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