05.05.2026Das erhöhte Risiko für Entwicklungsstörungen des Gehirns bei ungeborenen Kindern durch das Antiepileptikum Valproat ist bekannt. Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Universität Tübingen sowie der Universität Heidelberg mit im Labor gezüchteten Gewebemodellen des menschlichen Gehirns liefert nun neue Erkenntnisse dazu, wie das Medikament die frühe Gehirnentwicklung beeinflusst – und eröffnet damit neue Ansätze für die Forschung zur Risikominimierung während der Schwangerschaft.
05.05.2026Bis Ende 2027 will BioNTech die Standorte von CureVac, einschließlich Tübingen, sowie die Produktionsstandorte von BioNTech in Idar-Oberstein und Marburg und einen Produktionsstandort in Singapur schließen. Insgesamt sollen so bis zu 1.860 Stellen wegfallen, hieß es.
05.05.2026Lungenfibrose ist eine chronische Erkrankung, bei der sich das Lungengewebe vernarbt und verhärtet, wodurch Atmen immer schwieriger wird. Die Überlebensraten fünf Jahre nach Diagnose liegen unter denen vieler Krebsarten. Die Krankheit ist nicht heilbar, aber dank pharmazeutischer Forschung immer besser behandelbar. Wichtig wäre eine frühe Diagnose. Aber da hapert es gewaltig.
05.05.2026SCHOTT Pharma, ein Pionier für pharmazeutische Aufbewahrungslösungen und Verabreichungssysteme, hat mit cartriQ® BioPure die Entwicklung einer neuen, sterilen Karpule aus Glas angekündigt. Dank ihrer verbesserten chemischen Beständigkeit und eines optimierten Extractables-and-Leachables-Profils kann sie den hohen Anforderungen moderner Biotech-Medikamente gerecht werden.
05.05.2026Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz will die Bundesregierung ihre lang angekündigte Reformpolitik beginnen. Nach Auffassung des BPI-Vorsitzenden Oliver Kirst droht ein Fehlstart: „Der Gesetzentwurf ist ungerecht, unausgewogen und schadet dem Standort.“ Der Koalitionsvertrag sei ganz offensichtlich nicht mehr Grundlage der Regierungspolitik. Statt die pharmazeutische Industrie als „Leitindustrie“ zu stärken, wie es dort heißt, geschehe das genaue Gegenteil. „Wird dieses Gesetz so verabschiedet, wird Deutschland einen weiteren Schritt in Richtung De-Industrialisierung machen. Gleichzeitig wird die Patientenversorgung geschwächt“, so Oliver Kirst.
05.05.2026Die deutsche Pharma- und Chemieindustrie ist mit einem schwachen Auslandsgeschäft in das Jahr gestartet. In den ersten Monaten lagen die Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie in allen Weltregionen unter dem Vorjahresniveau. Damit konnte die Branche nicht vom Wachstum in anderen Märkten profitieren. Neben einer insgesamt verhaltenen Nachfrage belasten strukturelle Standortnachteile die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
05.05.2026Laguna Diagnostics, LLC gab bekannt, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) dem mRNA-Gen-Biomarker-Test des Unternehmens, einem neuartigen blutbasierten Test zur Unterscheidung von Schizophrenie und bipolarer Störung Typ I bei symptomatischen Patienten, den Status eines bahnbrechenden Medizinprodukts verliehen hat.
04.05.2026BASF erweitert ihr zertifiziert kompostierbares ecovio®-Portfolio um neue Typen, die die steigenden Anforderungen an das Recycling von flexiblen Barriereverpackungen erfüllen. Das erweiterte Portfolio ermöglicht es Herstellern flexibler Verpackungen und Markenartikelfirmen, Barriereeigenschaften sowie End-of-Life-Möglichkeiten wie organisches oder Papierrecycling gezielt an Anwendungsanforderungen, Verarbeitungstechnologien und gesetzliche Rahmenbedingungen anzupassen.
04.05.2026Das Insolvenzverfahren des Pharmaunternehmens R-Pharm Germany mit Sitz in Illertissen ist am 1. Mai eröffnet worden. Das Amtsgericht Neu-Ulm hat Rechtsanwalt Markus Fröhlich zum Insolvenzverwalter bestellt. Zuvor hatte Rechtsanwalt Fröhlich sein Gutachten bei Gericht eingereicht. Die R-Pharm Germany GmbH, die auf eine seit 1849 bestehende Firmengeschichte zurückblickt, entwickelt, produziert und versendet Arzneimittel für Kunden in rund 150 Ländern weltweit.

04.05.2026Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) ist es inzwischen möglich geworden, wissenschaftliche Publikationen massenweise zu fälschen. Das verursacht erhebliche Probleme im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess, weil Manipulationen echten Fortschritt behindern. Zudem ist die Erstellung solcher Fälschungen in sog. „Paper Mills“ zu einem florierenden Geschäftsmodell geworden. Der „Publish-or-perish“-Wahn und die Fixierung auf angebliche Qualitätskennzahlen statt auf den echten Erkenntnisgehalt einer Publikation öffnen der Profitgier Tür und Tor. Dazu kommen noch strukturelle Überforderung und Mangel an Anreizen, wirksam gegen Fehlverhalten vorzugehen. Damit steht nicht nur die Wissenschaft vor einer großen Vertrauenskrise, sondern auch das Vertrauen in die Wahrheit selbst.
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